Das Bild als Bühne für Arlecchino und Pulcinella. Transferphänomene zwischen theatraler Praxis und visuellen Medien bei Gerardus Josephus Xavery und Domenico Tiepolo
摘要
Der Begriff der Maske bezeichnet im Kontext der Commedia dell’Arte mehr als nur eine Gesichtsbedeckung. Vielmehr versteht man darunter die Figuren, die das Charakterrepertoire jener spezifischen Theaterform bilden. Sie zeichnet sich durch eine besondere Spielpraxis aus, die sich als eine Art improvisatorischer Kombinatorik auf Grundlage präparierter Figurenrepertoires beschreiben lässt. Der folgende Artikel untersucht anhand zweier beispielhafter Bilderserien des 18. Jahrhunderts das Zusammenspiel zwischen der Bühnenpraxis der Commedia und visuellen Darstellungen ihrer Maskentypen. Dabei soll gezeigt werden, wie nicht nur thematische, sondern auch strukturelle Elemente dieser Theatergattung ins Bildmedium übertragen werden können.