Das sozial-intuitionistische Modell der moralischen Urteilsbildung des Moralforschers Jonathan Haidt (2001) veranschaulicht sechs Pfade der Urteilsbildung, die für ein Verständnis und eine Auseinandersetzung mit der Psychologie des Bewertens hilfreich sind. Das Modell kann als Reflexionsrahmen für eine unterrichtliche Behandlung moralischer Intuitionen, von Stereotypen und Vorurteilen oder von sozialen Einflüssen auf Bewertungsprozesse dienen. Moralpsychologische Grundlagenkenntnisse sind bedeutsam, um beispielsweise die Beiträge oder Reaktionen von Schülerinnen und Schülern besser einordnen zu können oder ein einseitig rationalistisches Verständnis moralischer Urteilsbildung zu vermeiden.

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Das sozial-intuitionistische Modell der Urteilsbildung: Intuitive Bewertungen und reflektierte Begründungen in bioethischen Kontroversen

  • Arne Dittmer

摘要

Das sozial-intuitionistische Modell der moralischen Urteilsbildung des Moralforschers Jonathan Haidt (2001) veranschaulicht sechs Pfade der Urteilsbildung, die für ein Verständnis und eine Auseinandersetzung mit der Psychologie des Bewertens hilfreich sind. Das Modell kann als Reflexionsrahmen für eine unterrichtliche Behandlung moralischer Intuitionen, von Stereotypen und Vorurteilen oder von sozialen Einflüssen auf Bewertungsprozesse dienen. Moralpsychologische Grundlagenkenntnisse sind bedeutsam, um beispielsweise die Beiträge oder Reaktionen von Schülerinnen und Schülern besser einordnen zu können oder ein einseitig rationalistisches Verständnis moralischer Urteilsbildung zu vermeiden.