Schopenhauer versteht seine Philosophie als begriffliche Abspiegelung der intuitiv erkannten Welt. Entsprechend legt er in seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung vier verschiedene, aber aufeinander bezogene Betrachtungsweisen vor, die die Welt umfassend und aus verschiedenen Perspektiven verständlich machen sollen. In Abgrenzung zur traditionellen Metaphysik und in Auseinandersetzung mit der kritischen Philosophie Kants entwickelt er eine immanente Metaphysik, die empirische Erkenntnisquellen zugrunde legt. Auch seine Ethik ist in diesem Rahmen deskriptiv und nicht normativ zu verstehen. Schopenhauers Metaphilosophie bietet Anknüpfungspunkte für induktive Metaphysikverständnisse sowie phänomenologische und hermeneutische Strömungen der Philosophie.

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Metaphilosophische Positionen: Arthur Schopenhauer

  • Daniel Schubbe

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Schopenhauer versteht seine Philosophie als begriffliche Abspiegelung der intuitiv erkannten Welt. Entsprechend legt er in seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung vier verschiedene, aber aufeinander bezogene Betrachtungsweisen vor, die die Welt umfassend und aus verschiedenen Perspektiven verständlich machen sollen. In Abgrenzung zur traditionellen Metaphysik und in Auseinandersetzung mit der kritischen Philosophie Kants entwickelt er eine immanente Metaphysik, die empirische Erkenntnisquellen zugrunde legt. Auch seine Ethik ist in diesem Rahmen deskriptiv und nicht normativ zu verstehen. Schopenhauers Metaphilosophie bietet Anknüpfungspunkte für induktive Metaphysikverständnisse sowie phänomenologische und hermeneutische Strömungen der Philosophie.