Ernesto Laclau (1935–2014) war ein argentinischer Historiker und politischer Theoretiker, dessen Arbeiten darauf abzielen, linke Theorien jenseits des westlichen Marxismus zu erneuern. Sie kritisieren den Marxismus für seine Fokussierung auf den Klassenkampf und betonten stattdessen die Vielfalt sozialer Kämpfe. Zentral für Žižeks Rezeption der Werke ist Laclaus Idee der Hegemonie, die gesellschaftliche Ordnung als Ergebnis politischer Auseinandersetzungen deutet. Während Žižek jedoch die Hegemonietheorie anfangs positiv rezipierte, distanzierte er sich später zunehmend von ihr. Er kritisierte Laclau für dessen Verzicht auf die Klassenkampfdimension zugunsten einer hegemonialen Analyse, was Žižek als unzureichend für die Erfassung der Konfliktlogik ansieht. Trotz dieser Differenzen bleibt Laclaus Einfluss auf Žižeks Werk deutlich erkennbar.

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Ernesto Laclau

  • Oliver Flügel-Martinsen

摘要

Ernesto Laclau (1935–2014) war ein argentinischer Historiker und politischer Theoretiker, dessen Arbeiten darauf abzielen, linke Theorien jenseits des westlichen Marxismus zu erneuern. Sie kritisieren den Marxismus für seine Fokussierung auf den Klassenkampf und betonten stattdessen die Vielfalt sozialer Kämpfe. Zentral für Žižeks Rezeption der Werke ist Laclaus Idee der Hegemonie, die gesellschaftliche Ordnung als Ergebnis politischer Auseinandersetzungen deutet. Während Žižek jedoch die Hegemonietheorie anfangs positiv rezipierte, distanzierte er sich später zunehmend von ihr. Er kritisierte Laclau für dessen Verzicht auf die Klassenkampfdimension zugunsten einer hegemonialen Analyse, was Žižek als unzureichend für die Erfassung der Konfliktlogik ansieht. Trotz dieser Differenzen bleibt Laclaus Einfluss auf Žižeks Werk deutlich erkennbar.