Judith Butler und Žižek geraten in der Frage der Bedeutung des Lacan’schen Realen für die Politische Theorie wiederholt in Konflikt. Für Butler ist das Lacan’sche Reale mit einem Strukturalismus verbunden, der Geschlechts-, Sexualitäts- und Verwandtschaftsnormen aufstellt und damit den politischen Ausschluss derjenigen sanktioniert, die sich nicht an die Normen halten. Für Žižek hingegen beschränkt die Theorie einer sozio-symbolischen Ordnung ohne ihre Bindung an das Reale den politischen Kampf auf verfügbare Signifikanten und Kontexte. So gesehen ist das Reale der Raum innerhalb einer sozialen Ordnung, aus dem ein genuin politischer Akt erst hervorgehen kann. Weit davon entfernt, hartnäckige Normen zu stützen, behauptet Žižek, dass das Reale es uns erst ermöglicht zu verstehen, wie die soziale Ordnung der Raum für eine Universalität ist. Diese bietet keine Vollendung, sondern ist stattdessen um das herum organisiert, was sich ihr notwendigerweise entzieht.

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Judith Butler

  • Paul Eisenstein

摘要

Judith Butler und Žižek geraten in der Frage der Bedeutung des Lacan’schen Realen für die Politische Theorie wiederholt in Konflikt. Für Butler ist das Lacan’sche Reale mit einem Strukturalismus verbunden, der Geschlechts-, Sexualitäts- und Verwandtschaftsnormen aufstellt und damit den politischen Ausschluss derjenigen sanktioniert, die sich nicht an die Normen halten. Für Žižek hingegen beschränkt die Theorie einer sozio-symbolischen Ordnung ohne ihre Bindung an das Reale den politischen Kampf auf verfügbare Signifikanten und Kontexte. So gesehen ist das Reale der Raum innerhalb einer sozialen Ordnung, aus dem ein genuin politischer Akt erst hervorgehen kann. Weit davon entfernt, hartnäckige Normen zu stützen, behauptet Žižek, dass das Reale es uns erst ermöglicht zu verstehen, wie die soziale Ordnung der Raum für eine Universalität ist. Diese bietet keine Vollendung, sondern ist stattdessen um das herum organisiert, was sich ihr notwendigerweise entzieht.