Žižeks Monographie von 1989 kombiniert Freuds und Lacans Metapsychologie mit marxistischer Ideologieanalyse und hegelianischer Subjektphilosophie. Er kritisiert darin die weitverbreitete Ansicht, dass mit dem Fall der Sowjetunion ein postideologisches Zeitalter begonnen habe. Im Gegensatz dazu betont Žižek, dass Ideologie als Bedingung für kohärente Sozialformen fungiert, indem sie innere Widersprüche verdrängt. Ideologie manifestiert sich nicht im „Wissen von etwas“, sondern in Handlungen und sozialen Praktiken, die unabhängig vom Bewusstsein der Subjekte wirken. Erhabene Objekte der Ideologie spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie auf unbewusste Weise die Komplementarität von Individuum und Gesellschaft ausgestalten.

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Das erhabene Objekt der Ideologie (2022) / The Sublime Object of Ideology (1989)

  • Dominik Finkelde

摘要

Žižeks Monographie von 1989 kombiniert Freuds und Lacans Metapsychologie mit marxistischer Ideologieanalyse und hegelianischer Subjektphilosophie. Er kritisiert darin die weitverbreitete Ansicht, dass mit dem Fall der Sowjetunion ein postideologisches Zeitalter begonnen habe. Im Gegensatz dazu betont Žižek, dass Ideologie als Bedingung für kohärente Sozialformen fungiert, indem sie innere Widersprüche verdrängt. Ideologie manifestiert sich nicht im „Wissen von etwas“, sondern in Handlungen und sozialen Praktiken, die unabhängig vom Bewusstsein der Subjekte wirken. Erhabene Objekte der Ideologie spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie auf unbewusste Weise die Komplementarität von Individuum und Gesellschaft ausgestalten.