Der Nutzen von Freizeitsport zur primären und sekundären Prävention insbesondere von kardiovaskulären Ereignissen ist sehr gut belegt. In gebirgigen Regionen wie den Alpen bieten sich Bergwandern und Bergsteigen sowie alpines Skifahren, Skibergsteigen und Langlaufen als Freizeitsport an. Viele Menschen wollen auch nach kardiovaskulären Ereignissen ihren Freizeitsport weiter ausüben, und andere Personen mit Vorerkrankungen Bergsport beginnen. Die ärztliche Freigabe für derartige Aktivitäten ist daher eine häufige Fragestellung in der täglichen Praxis, insbesondere in gebirgigen Regionen. Für die medizinische Beratung und Freigabe sind folgende Punkte wesentlich: 1. die Art der Vorerkrankung, 2. die Stabilität und optimale Therapie der Grunderkrankung, 3. die geplante Art des Höhenaufenthaltes und der körperlichen Belastung, 4. die geplante Höhenlage, 5. der potenzielle negative Einfluss der Grunderkrankung auf die Höhenanpassungsreaktion des Körpers und somit das Risiko für das Auftreten einer Höhenerkrankung, 6. das Risiko der Verschlechterung der Grunderkrankung durch körperliche Belastung in der geplanten Höhe und den zu erwartenden äußeren Bedingungen, 7. medizinischen Versorgungsmöglichkeiten im Falle einer Verschlechterung, 8. mögliche Strapazen der Anreise zum Zielort und letztendlich das Restrisiko, das die Person zu akzeptieren bereit ist. Herz- und Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen und hämatologische Erkrankungen mit einer schwierig zu korrigierenden, chronischen Anämie sind internistische Erkrankungen, die am stärksten die Höhenanpassung des Körpers stören. Eine wichtig zu betonende Limitation aller Empfehlungen ist, dass sie hauptsächlich auf Expertenmeinungen und -erfahrungen beruhen und dass es nur wenige, solide, klinische Studien zu den einzelnen Fragestellungen gibt.

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Bergsteigen und Bergwandern mit internistischen, neurologischen und psychiatrischen Vorerkrankungen

  • Johannes Mair,
  • Beatrix Schobersberger,
  • Marika Falla,
  • Katharina Hüfner,
  • Rainald Fischer

摘要

Der Nutzen von Freizeitsport zur primären und sekundären Prävention insbesondere von kardiovaskulären Ereignissen ist sehr gut belegt. In gebirgigen Regionen wie den Alpen bieten sich Bergwandern und Bergsteigen sowie alpines Skifahren, Skibergsteigen und Langlaufen als Freizeitsport an. Viele Menschen wollen auch nach kardiovaskulären Ereignissen ihren Freizeitsport weiter ausüben, und andere Personen mit Vorerkrankungen Bergsport beginnen. Die ärztliche Freigabe für derartige Aktivitäten ist daher eine häufige Fragestellung in der täglichen Praxis, insbesondere in gebirgigen Regionen. Für die medizinische Beratung und Freigabe sind folgende Punkte wesentlich: 1. die Art der Vorerkrankung, 2. die Stabilität und optimale Therapie der Grunderkrankung, 3. die geplante Art des Höhenaufenthaltes und der körperlichen Belastung, 4. die geplante Höhenlage, 5. der potenzielle negative Einfluss der Grunderkrankung auf die Höhenanpassungsreaktion des Körpers und somit das Risiko für das Auftreten einer Höhenerkrankung, 6. das Risiko der Verschlechterung der Grunderkrankung durch körperliche Belastung in der geplanten Höhe und den zu erwartenden äußeren Bedingungen, 7. medizinischen Versorgungsmöglichkeiten im Falle einer Verschlechterung, 8. mögliche Strapazen der Anreise zum Zielort und letztendlich das Restrisiko, das die Person zu akzeptieren bereit ist. Herz- und Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen und hämatologische Erkrankungen mit einer schwierig zu korrigierenden, chronischen Anämie sind internistische Erkrankungen, die am stärksten die Höhenanpassung des Körpers stören. Eine wichtig zu betonende Limitation aller Empfehlungen ist, dass sie hauptsächlich auf Expertenmeinungen und -erfahrungen beruhen und dass es nur wenige, solide, klinische Studien zu den einzelnen Fragestellungen gibt.