Psychische Auffälligkeiten bei Schülerinnen und Schülern können deren Entwicklung auf verschiedenen Ebenen beeinträchtigen, die soziale Integration erschweren und die schulischen Leistungen erheblich beeinträchtigen (vgl. Ravens-Sieberer, Ellert & Erhart 2007, S. 816). Die repräsentative KiGGS-Basiserhebung (Hölling et al. 2007) des Robert-Koch-Instituts klassifizierte 11,5 % der im Rahmen dieser Studie untersuchten Mädchen und 17,8 % der Jungen als auffällig bzw. grenzwertig auffällig, wobei Schülerinnen und Schüler auf niedrigerem sozioökonomischem Niveau und solche mit Migrationshintergrund erheblich häufiger betroffen waren. Diese Situation ist angesichts der psychotherapeutischen Unterversorgung von behandlungsbedürftigen Schülerinnen und Schülern in der Bundesrepublik unverändert. Da die Persistenz psychischer Auffälligkeiten bei ca. 50 % liegt (vgl. Lenz 2014, S. 20), und ein früher Beginn bei vielen Störungen als Prädiktor chronifizierender Probleme gilt, kommt präventiven Maßnahmen eine besonders wichtige Rolle zu.

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Pädagogische Prävention und Intervention bei psychischen Auffälligkeiten im Schulalter

  • Armin Castello

摘要

Psychische Auffälligkeiten bei Schülerinnen und Schülern können deren Entwicklung auf verschiedenen Ebenen beeinträchtigen, die soziale Integration erschweren und die schulischen Leistungen erheblich beeinträchtigen (vgl. Ravens-Sieberer, Ellert & Erhart 2007, S. 816). Die repräsentative KiGGS-Basiserhebung (Hölling et al. 2007) des Robert-Koch-Instituts klassifizierte 11,5 % der im Rahmen dieser Studie untersuchten Mädchen und 17,8 % der Jungen als auffällig bzw. grenzwertig auffällig, wobei Schülerinnen und Schüler auf niedrigerem sozioökonomischem Niveau und solche mit Migrationshintergrund erheblich häufiger betroffen waren. Diese Situation ist angesichts der psychotherapeutischen Unterversorgung von behandlungsbedürftigen Schülerinnen und Schülern in der Bundesrepublik unverändert. Da die Persistenz psychischer Auffälligkeiten bei ca. 50 % liegt (vgl. Lenz 2014, S. 20), und ein früher Beginn bei vielen Störungen als Prädiktor chronifizierender Probleme gilt, kommt präventiven Maßnahmen eine besonders wichtige Rolle zu.