Die Trainingswissenschaft ist eine von mehreren sehr unterschiedlichen sportwissenschaftlichen Teildisziplinen. Sie zeichnet sich durch ihre interdisziplinäre Arbeitsweise, ihre Nähe zur Sportpraxis und eine anwendungsbezogene Forschungsperspektive aus. Die drei inhaltlichen Gegenstandsbereiche sind „Training und Trainingssteuerung“, „Leistung und Leistungsdiagnostik“ sowie „Wettkampf und Wettkampfoptimierung“. Die Handlungsfelder gehen weit über den Bereich des Leistungssports hinaus und schließen auch den Schulsport, den Freizeit- und Fitnesssport sowie den Altersleistungssport ein. Forschungsmethodisch dominieren die Anwendungs- und Evaluationsforschung mit vereinzelt notwendigen Vertiefungen durch Grundlagenforschung. Die moderne Trainingswissenschaft ist zunehmend international aufgestellt und trägt im Diskurs mit der Sportpraxis zu Erweiterung von Wissensbeständen und Veränderungen von Prinzipien (Paradigmenwechsel) zum Trainingsprozess bei. Trotz aller Bemühungen, stets datenbasiert zu arbeiten, ist nicht immer eine ausreichende Evidenz für die Ableitung von Trainingsempfehlungen gegeben. Es besteht weiterhin Bedarf an qualitativ hochwertiger Forschung mit gut kontrollierten Studien, in denen die Wirksamkeit von Trainingsmethoden überprüft wird. Im Hochleistungssport fehlen Fallstudien, in denen Trainingspläne von Weltklasseathletinnen und -athleten analysiert werden.

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Aufgaben und Inhalte der Trainingswissenschaft

  • Alexander Ferrauti

摘要

Die Trainingswissenschaft ist eine von mehreren sehr unterschiedlichen sportwissenschaftlichen Teildisziplinen. Sie zeichnet sich durch ihre interdisziplinäre Arbeitsweise, ihre Nähe zur Sportpraxis und eine anwendungsbezogene Forschungsperspektive aus. Die drei inhaltlichen Gegenstandsbereiche sind „Training und Trainingssteuerung“, „Leistung und Leistungsdiagnostik“ sowie „Wettkampf und Wettkampfoptimierung“. Die Handlungsfelder gehen weit über den Bereich des Leistungssports hinaus und schließen auch den Schulsport, den Freizeit- und Fitnesssport sowie den Altersleistungssport ein. Forschungsmethodisch dominieren die Anwendungs- und Evaluationsforschung mit vereinzelt notwendigen Vertiefungen durch Grundlagenforschung. Die moderne Trainingswissenschaft ist zunehmend international aufgestellt und trägt im Diskurs mit der Sportpraxis zu Erweiterung von Wissensbeständen und Veränderungen von Prinzipien (Paradigmenwechsel) zum Trainingsprozess bei. Trotz aller Bemühungen, stets datenbasiert zu arbeiten, ist nicht immer eine ausreichende Evidenz für die Ableitung von Trainingsempfehlungen gegeben. Es besteht weiterhin Bedarf an qualitativ hochwertiger Forschung mit gut kontrollierten Studien, in denen die Wirksamkeit von Trainingsmethoden überprüft wird. Im Hochleistungssport fehlen Fallstudien, in denen Trainingspläne von Weltklasseathletinnen und -athleten analysiert werden.