Humanität und Lebensfreundlichkeit
摘要
Seit Tonio KrögerTonio Kröger, noch verstärkt dann in der Essayistik der 1920er und 1930er Jahre, laufen Gedankengänge Thomas Manns regelmäßig auf die Schlüsselbegriffe der ›Lebensfreundlichkeit‹ zu. Erst im Hinblick auf den Decadénce-Komplex der Todesromantik, die notorischen Vorwürfe der Kälte und ironischen »Lieblosigkeit gegen alles Fleisch und Blut« (an Kurt Martens,[aut]Martens, Kurt 28. 3. 1906; GKFA 21, 357) sowie Manns Irritation durch das Organisch-Körperliche verliert der Begriff seine schiere Selbstverständlichkeit – welches lebende Wesen muss sein ›Ja‹ zum Leben umständlich versichern? – und wird als bedeutendes ethisches Projekt erkennbar.