Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis, die Dinge, die um sie herum geschehen, zu verstehen, vorherzusagen und zu kontrollieren. Dabei sind Kausalattributionen (Ursachenzuschreibungen) von entscheidender Bedeutung. Nur die Kenntnis der Ursachen eines Verhaltens oder eines Ereignisses erlaubt es vorherzusagen, ob dieses später erneut auftritt oder wie sich dessen Auftreten beeinflussen lässt. Dieses Kapitel gibt zunächst anhand der von Weiner vorgelegten attributionstheoretischen Erklärung von Motivation und Handeln einen Überblick über das Thema. Anschließend wird der Prozess der Ursachenzuschreibung beschrieben. Erläutert wird, wann und wie intensiv nach Ursachen gesucht wird und wie bei der Ursachenzuschreibung vorgegangen wird. Der dritte Teil des Kapitels widmet sich abschließend den Auswirkungen von Kausalattributionen auf Verhalten und Erleben. Beschrieben wird der Einfluss von Kausalattributionen u. a. auf Lernen und Leistung oder auf die Genese depressiver Störungen.

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Kausalattribution von Verhalten und Leistung

  • J. Stiensmeier-Pelster,
  • Heinz Heckhausen

摘要

Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis, die Dinge, die um sie herum geschehen, zu verstehen, vorherzusagen und zu kontrollieren. Dabei sind Kausalattributionen (Ursachenzuschreibungen) von entscheidender Bedeutung. Nur die Kenntnis der Ursachen eines Verhaltens oder eines Ereignisses erlaubt es vorherzusagen, ob dieses später erneut auftritt oder wie sich dessen Auftreten beeinflussen lässt. Dieses Kapitel gibt zunächst anhand der von Weiner vorgelegten attributionstheoretischen Erklärung von Motivation und Handeln einen Überblick über das Thema. Anschließend wird der Prozess der Ursachenzuschreibung beschrieben. Erläutert wird, wann und wie intensiv nach Ursachen gesucht wird und wie bei der Ursachenzuschreibung vorgegangen wird. Der dritte Teil des Kapitels widmet sich abschließend den Auswirkungen von Kausalattributionen auf Verhalten und Erleben. Beschrieben wird der Einfluss von Kausalattributionen u. a. auf Lernen und Leistung oder auf die Genese depressiver Störungen.