Periprothetische Acetabulumfrakturen bei einliegender Hüft-TEP
摘要
Periprothetische Acetabulumfrakturen bei einer einliegenden Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) lassen sich in 2 Frakturtypen kategorisieren: 1. akute traumatische Frakturen, 2. chronische periprothetische Frakturen mit periimplantären Knochendefekten. Als Ursache für eine akute Fraktur ist in der Regel ein Trauma anzusehen. Demgegenüber entsteht eine chronisch periprothetische Fraktur auch ohne Traumaeinwirkung im defektbedingt geschwächten Knochenlager, das im Rahmen eines Lockerungsprozesses der Pfannenkomponente entstanden ist. Bei sehr ausgeprägten Defekten kann es dabei auch zur Beckendiskontinuität mit zerstörtem vorderen und/oder hinteren Acetabulumpfeiler kommen. Die Behandlungsstrategie periprothetischer Acetabulumfrakturen hängt maßgeblich von der Verankerung der Pfanne im Knochen (stabil, instabil) und dem bestehenden periimplantären Knochendefekt ab. Um dies zu bewerten, ist präoperativ neben der konventionellen Röntgendiagnostik (Beckenübersicht, In‑/Outlet-Aufnahme) eine CT-Diagnostik obligat. Dabei ist sowohl die Fraktur (vorderer/hinterer Pfeiler betroffen?, Pfanneboden/mediale Wand betroffen?, Beckendiskontinuität vorhanden?) als auch eine umfassende Analyse des Knochendefekts entscheidend, um sowohl die Lagerung und den Zugangsweg als auch die Versorgungsstrategie (Osteosynthese, Pfannenwechsel, Defektrekonstruktion) festlegen zu können.