Postbariatrische Patienten haben besondere Haut- und Bindegewebsbeschaffenheiten, die zu typischen gesundheitlichen Einschränkungen führen und im Rahmen von operativen Eingriffen mit erhöhten Risiken für spezielle Komplikationen einhergehen. Typischerweise verbleiben nach dem schnellen und massiven Gewichtsverlust deutliche Hautüberschüsse an verschiedenen Körperarealen. Neben den sichtbaren Veränderungen konnten auch mikroskopische und histologische Veränderungen des Kollagens und weiterer Bestandteile der Extrazellulärmatrix nachgewiesen werden. Die krankhaften Hautüberschüsse werden als „Cutis laxa“ zusammengefasst und im ICD-10 unter der L98.7 als Krankheit der Haut und Unterhaut geführt. Typische dermatologische Folgeprobleme sind Entzündungen und Infekte der Haut. Die Verteilung und Ausprägung der Hautüberschüsse können sehr individuell und teilweise komplex sein. Die klinische Untersuchung hilft diese Veränderungen zu beschreiben und zu klassifizieren. Diese Besonderheiten in Bezug auf die Haut, das Fett- und das Bindegewebe von Patienten nach massivem Gewichtsverlust stellen die plastisch-chirurgische Versorgung vor besondere Herausforderungen. Es gilt die Operationstechniken den anatomischen Gegebenheiten anzupassen, die Patienten entsprechend aufzuklären und zu beobachten, sowie bei entsprechenden Komplikationen, diese rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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Haut- und Bindegewebe postbariatrischer Patienten

  • Asım Gueven,
  • Bijan Koushk Jalali

摘要

Postbariatrische Patienten haben besondere Haut- und Bindegewebsbeschaffenheiten, die zu typischen gesundheitlichen Einschränkungen führen und im Rahmen von operativen Eingriffen mit erhöhten Risiken für spezielle Komplikationen einhergehen. Typischerweise verbleiben nach dem schnellen und massiven Gewichtsverlust deutliche Hautüberschüsse an verschiedenen Körperarealen. Neben den sichtbaren Veränderungen konnten auch mikroskopische und histologische Veränderungen des Kollagens und weiterer Bestandteile der Extrazellulärmatrix nachgewiesen werden. Die krankhaften Hautüberschüsse werden als „Cutis laxa“ zusammengefasst und im ICD-10 unter der L98.7 als Krankheit der Haut und Unterhaut geführt. Typische dermatologische Folgeprobleme sind Entzündungen und Infekte der Haut. Die Verteilung und Ausprägung der Hautüberschüsse können sehr individuell und teilweise komplex sein. Die klinische Untersuchung hilft diese Veränderungen zu beschreiben und zu klassifizieren. Diese Besonderheiten in Bezug auf die Haut, das Fett- und das Bindegewebe von Patienten nach massivem Gewichtsverlust stellen die plastisch-chirurgische Versorgung vor besondere Herausforderungen. Es gilt die Operationstechniken den anatomischen Gegebenheiten anzupassen, die Patienten entsprechend aufzuklären und zu beobachten, sowie bei entsprechenden Komplikationen, diese rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.