Die Straffungen der Oberschenkelinnenseiten können grundsätzlich einen kranialen Vektor in der Längsachse des Beines (horizontale Narbe) oder um die Längsachse zur Mitte (vertikale Narbe) haben. Die Vektoren können auch miteinander kombiniert werden. Die vertikale Straffung mündet in einer querverlaufenden Narbe, die üblicherweise in der Inguinalfalte platziert wird und je nach Bedarf bis an oder in die Gesäßfalte reichen kann, während die Straffung mit horizontalem Vektor hingegen eine Längsnarbe an der Oberschenkelinnenseite hinterlässt, die je nach Bedarf bis auf den Unterschenkel verlängert werden kann. Bei beiden Techniken gilt es, die Besonderheiten der Anatomie des Oberschenkels zu beachten. Dies beginnt schon bei der Anzeichnung, Planung und Lagerung des Patienten. Intraoperativ spielt das oberflächliche Fasziensystem eine besondere Rolle, um auf der einen Seite stabile Nähte einzubringen, die gegen die Schwerkraft das Gewebe halten können, und um auf der anderen Seite Lymphgefäße zu schonen. Neben den allgemeinen und internistischen Kontraindikationen ist vor allem bei erheblichem Fettgewebsüberschuss und lymphödematösen Komponenten auf eine Oberschenkelstraffung zu verzichten. An typischen Komplikationen sind das Serom und die Lymphozele zu nennen, die mit konservativen oder operativen Techniken behandelt werden können.

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Mediale Oberschenkelstraffungen

  • Asım Gueven,
  • Sixtus Allert

摘要

Die Straffungen der Oberschenkelinnenseiten können grundsätzlich einen kranialen Vektor in der Längsachse des Beines (horizontale Narbe) oder um die Längsachse zur Mitte (vertikale Narbe) haben. Die Vektoren können auch miteinander kombiniert werden. Die vertikale Straffung mündet in einer querverlaufenden Narbe, die üblicherweise in der Inguinalfalte platziert wird und je nach Bedarf bis an oder in die Gesäßfalte reichen kann, während die Straffung mit horizontalem Vektor hingegen eine Längsnarbe an der Oberschenkelinnenseite hinterlässt, die je nach Bedarf bis auf den Unterschenkel verlängert werden kann. Bei beiden Techniken gilt es, die Besonderheiten der Anatomie des Oberschenkels zu beachten. Dies beginnt schon bei der Anzeichnung, Planung und Lagerung des Patienten. Intraoperativ spielt das oberflächliche Fasziensystem eine besondere Rolle, um auf der einen Seite stabile Nähte einzubringen, die gegen die Schwerkraft das Gewebe halten können, und um auf der anderen Seite Lymphgefäße zu schonen. Neben den allgemeinen und internistischen Kontraindikationen ist vor allem bei erheblichem Fettgewebsüberschuss und lymphödematösen Komponenten auf eine Oberschenkelstraffung zu verzichten. An typischen Komplikationen sind das Serom und die Lymphozele zu nennen, die mit konservativen oder operativen Techniken behandelt werden können.