Die Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mit Medikamenten, die die Immunabwehr herabsetzen, den sogenannten Immunsuppressiva und auch Biologika, erfordert besondere Achtsamkeit bei den behandelnden Ärzt*innen und auch den Patient*innen selbst. Wichtig ist ein umfassender Impfschutz, der im Idealfall vor der immunsuppressiven Behandlung vollständig sein sollte. Damit es nicht infolge der Behandlung zu seltenen oder schweren Infektionserkrankungen, wie z. B. einer Tuberkulose bekommt, ist es notwendig, bestimmte Untersuchungen vor und auch während der Behandlung durchzuführen. Bei Symptomen einer Infektionskrankheit sollten Patient*innen „eher großzügig“ zum Arzt bzw. zur Ärztin gehen und dann darauf hinweisen, dass immunsuppressive Medikamente eingenommen werden. Hygiene im Alltag spielt eine wichtige Rolle, um Infektionen vorzubeugen. Das reicht von der Händehygiene bis zur Hygiene in der Küche und beim Umgang mit Lebensmitteln. Auch bei der Auswahl der Urlaubsziele und der Art und Weise der Reise gilt es zu berücksichtigen, dass durch die Medikamente Einschränkungen bestehen können. Für die Mehrzahl der Patient*innen ist trotz immunsuppressiver Therapie unter Berücksichtigung einer begrenzten Anzahl von Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen ein ganz normaler, guter und schöner und bei Bedarf auch abenteuerlicher Alltag möglich.

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„Must-dos“ vor Einleitung einer immunsuppressiven Therapie

  • Stephan Buderus

摘要

Die Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mit Medikamenten, die die Immunabwehr herabsetzen, den sogenannten Immunsuppressiva und auch Biologika, erfordert besondere Achtsamkeit bei den behandelnden Ärzt*innen und auch den Patient*innen selbst. Wichtig ist ein umfassender Impfschutz, der im Idealfall vor der immunsuppressiven Behandlung vollständig sein sollte. Damit es nicht infolge der Behandlung zu seltenen oder schweren Infektionserkrankungen, wie z. B. einer Tuberkulose bekommt, ist es notwendig, bestimmte Untersuchungen vor und auch während der Behandlung durchzuführen. Bei Symptomen einer Infektionskrankheit sollten Patient*innen „eher großzügig“ zum Arzt bzw. zur Ärztin gehen und dann darauf hinweisen, dass immunsuppressive Medikamente eingenommen werden. Hygiene im Alltag spielt eine wichtige Rolle, um Infektionen vorzubeugen. Das reicht von der Händehygiene bis zur Hygiene in der Küche und beim Umgang mit Lebensmitteln. Auch bei der Auswahl der Urlaubsziele und der Art und Weise der Reise gilt es zu berücksichtigen, dass durch die Medikamente Einschränkungen bestehen können. Für die Mehrzahl der Patient*innen ist trotz immunsuppressiver Therapie unter Berücksichtigung einer begrenzten Anzahl von Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen ein ganz normaler, guter und schöner und bei Bedarf auch abenteuerlicher Alltag möglich.