Die Behandlungsmöglichkeiten der CED haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Es stehen neben den „Klassikern“ wie Mesalazin und Kortison mittlerweile eine Vielzahl von immunsuppressiven Medikamenten zur Verfügung. Neben den klassischen Immunsuppressiva (Azathioprin, Methotrexat) drängen immer mehr neue Substanzen auf den Markt. Diese sogenannten Biologika wirken als Antikörper nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip gegen die Entzündungsbotenstoffe, die die Darmentzündung bei den CED mit unterhalten. Zu diesen Biologika zählen die altbewährten, aber immer noch top aktuellen Tumornekrose-alpha-Blocker wie z. B. Infliximab oder Adalimumab. Neben sehr effektiven Biologika wie Vedolizumab und Ustekinumab stehen seit Kurzem auch Blocker des Interleukin-23 zur Verfügung (wie z. B. Risankizumab, Mirikizumab, Guselkumab), die gerade auch bei vielfach vorbehandelten Patient*innen noch ein gutes Ansprechen zeigen. Als ganz neue Wirkstoffgruppe erweitern die Small Molecules mit den JAK-Inhibitoren und den S1P-Rezeptor-Modulatoren maßgeblich die Behandlungsmöglichkeiten. Während die meisten Präparate als Infusion gegeben werden oder unter die Haut gespritzt werden müssen, können die Small Molecules in Tablettenform eingenommen werden. Und das Medikamentenspektrum wird in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen. Es fehlen nur Parameter, die individuell vorhersagen können, welche Substanz für welchen Patienten bestmöglich eingesetzt werden kann. Derzeit bleibt nur „Bauchgefühl“ und Erfahrung bei der Auswahl der Medikamente.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Möglichkeiten der medikamentösen Therapie: Was wann für wen?

  • Birgit Terjung

摘要

Die Behandlungsmöglichkeiten der CED haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Es stehen neben den „Klassikern“ wie Mesalazin und Kortison mittlerweile eine Vielzahl von immunsuppressiven Medikamenten zur Verfügung. Neben den klassischen Immunsuppressiva (Azathioprin, Methotrexat) drängen immer mehr neue Substanzen auf den Markt. Diese sogenannten Biologika wirken als Antikörper nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip gegen die Entzündungsbotenstoffe, die die Darmentzündung bei den CED mit unterhalten. Zu diesen Biologika zählen die altbewährten, aber immer noch top aktuellen Tumornekrose-alpha-Blocker wie z. B. Infliximab oder Adalimumab. Neben sehr effektiven Biologika wie Vedolizumab und Ustekinumab stehen seit Kurzem auch Blocker des Interleukin-23 zur Verfügung (wie z. B. Risankizumab, Mirikizumab, Guselkumab), die gerade auch bei vielfach vorbehandelten Patient*innen noch ein gutes Ansprechen zeigen. Als ganz neue Wirkstoffgruppe erweitern die Small Molecules mit den JAK-Inhibitoren und den S1P-Rezeptor-Modulatoren maßgeblich die Behandlungsmöglichkeiten. Während die meisten Präparate als Infusion gegeben werden oder unter die Haut gespritzt werden müssen, können die Small Molecules in Tablettenform eingenommen werden. Und das Medikamentenspektrum wird in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen. Es fehlen nur Parameter, die individuell vorhersagen können, welche Substanz für welchen Patienten bestmöglich eingesetzt werden kann. Derzeit bleibt nur „Bauchgefühl“ und Erfahrung bei der Auswahl der Medikamente.