Die in der Linguistik für die Beschreibung und Erklärung syntagmatischer Verhältnisse herangezogenen Kategorien unterliegen, wie alle Kategorisierungen in der Philosophie, in den Geistes- und in den Naturwissenschaften grundsätzlichen formalen Geboten: Sie sind paradigmatisch geordnet, sie sind axiomatisch, und sie sind minimalistisch. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass sie darüber hinaus zu einem großen Teil binär angelegt sind. Herangezogen wird dafür das System der Tempora im Deutschen, die syntaktische Gliederung von Jean Marie Zemb, die Kategoriale Grammatik und die Valenzlehre. Alle diese Systeme sind dichotomisch aufgebaut, auch wenn sie mannigfache Erweiterungen aufweisen.

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Das Binaritätsprinzip bei der sprachlichen Kategorisierung

  • Hans-Werner Eroms

摘要

Die in der Linguistik für die Beschreibung und Erklärung syntagmatischer Verhältnisse herangezogenen Kategorien unterliegen, wie alle Kategorisierungen in der Philosophie, in den Geistes- und in den Naturwissenschaften grundsätzlichen formalen Geboten: Sie sind paradigmatisch geordnet, sie sind axiomatisch, und sie sind minimalistisch. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass sie darüber hinaus zu einem großen Teil binär angelegt sind. Herangezogen wird dafür das System der Tempora im Deutschen, die syntaktische Gliederung von Jean Marie Zemb, die Kategoriale Grammatik und die Valenzlehre. Alle diese Systeme sind dichotomisch aufgebaut, auch wenn sie mannigfache Erweiterungen aufweisen.