Kopfschmerzen zurückzuführen auf ein Trauma oder eine Verletzung des Kopfes und/oder der HWS gehören zu den häufigsten sekundären Kopfschmerzerkrankungen. Während der ersten 3 Monate ab Kopfschmerzbeginn gelten sie als akut; bestehen sie über diesen Zeitraum hinaus fort, werden sie als anhaltend bezeichnet. Es gibt keine spezifischen Kopfschmerzmerkmale, durch die sich die Formen des 5. Kopfschmerzes zurückzuführen auf ein Trauma oder eine Verletzung des Kopfes und/oder der HWS von anderen Kopfschmerzerkrankungen unterscheiden; meist ähneln diese einem Kopfschmerz vom Spannungstyp oder einer Migräne. Demzufolge stützt sich ihre Diagnose größtenteils auf den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Kopftrauma oder der Kopfverletzung und dem Kopfschmerzbeginn. Die Pathogenese eines 5. Kopfschmerzes zurückzuführen auf ein Trauma oder eine Verletzung des Kopfes und/oder der HWS ist oft unklar. Zu den zahlreichen Faktoren, die zur Kopfschmerzentstehung beitragen können, gehören unter anderem eine axonale Schädigung, Veränderungen des Hirnstoffwechsels, eine Neuroinflammation, Veränderungen der zerebralen Hämodynamik, eine zugrundeliegende genetische Veranlagung, psychopathologische Faktoren und die Erwartung des Patienten, von der Kopfverletzung Kopfschmerzen davonzutragen. In diesem Kapitel werden die Klinik und die pathophysiologischen Grundlagen beschrieben. Es werden die zeitgemäße Akuttherapie sowie die vorbeugende Behandlung praxisnah erörtert. Berücksichtigt werden dabei aktuelle Leitlinien und die neueste wissenschaftliche Literatur. Die Ausführungen sind auf die Anwendung in der Praxis ausgerichtet.

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Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Verletzung oder ein Trauma des Kopfes und/oder der HWS

  • Hartmut Göbel

摘要

Kopfschmerzen zurückzuführen auf ein Trauma oder eine Verletzung des Kopfes und/oder der HWS gehören zu den häufigsten sekundären Kopfschmerzerkrankungen. Während der ersten 3 Monate ab Kopfschmerzbeginn gelten sie als akut; bestehen sie über diesen Zeitraum hinaus fort, werden sie als anhaltend bezeichnet. Es gibt keine spezifischen Kopfschmerzmerkmale, durch die sich die Formen des 5. Kopfschmerzes zurückzuführen auf ein Trauma oder eine Verletzung des Kopfes und/oder der HWS von anderen Kopfschmerzerkrankungen unterscheiden; meist ähneln diese einem Kopfschmerz vom Spannungstyp oder einer Migräne. Demzufolge stützt sich ihre Diagnose größtenteils auf den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Kopftrauma oder der Kopfverletzung und dem Kopfschmerzbeginn. Die Pathogenese eines 5. Kopfschmerzes zurückzuführen auf ein Trauma oder eine Verletzung des Kopfes und/oder der HWS ist oft unklar. Zu den zahlreichen Faktoren, die zur Kopfschmerzentstehung beitragen können, gehören unter anderem eine axonale Schädigung, Veränderungen des Hirnstoffwechsels, eine Neuroinflammation, Veränderungen der zerebralen Hämodynamik, eine zugrundeliegende genetische Veranlagung, psychopathologische Faktoren und die Erwartung des Patienten, von der Kopfverletzung Kopfschmerzen davonzutragen. In diesem Kapitel werden die Klinik und die pathophysiologischen Grundlagen beschrieben. Es werden die zeitgemäße Akuttherapie sowie die vorbeugende Behandlung praxisnah erörtert. Berücksichtigt werden dabei aktuelle Leitlinien und die neueste wissenschaftliche Literatur. Die Ausführungen sind auf die Anwendung in der Praxis ausgerichtet.