Das Delphi-VerfahrenDelphi-Verfahren dient in der qualitativen Gesundheitsforschung zur systematischen Sammlung von Expert*innenurteilenExpert*innenurteil zu einem bestimmten Thema. Die Befragung erfolgt in einem iterativen Prozess mit mindestens zwei Delphi-Runden. Ab der zweiten Runde werden die anonym aggregierten Antworten der vorherigen Runde den Expert*innen als Feedback vorgelegt. Dabei kommt oftmals eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Daten zum Einsatz, wobei die qualitativen Daten zur argumentativen Begründung standardisierter Urteile eingesetzt werden. Dies wird gemacht, um den Expert*innen die Möglichkeit zu geben, eigene Urteile zu überdenken, zu bestätigen oder ggf. auch zu revidieren. Als qualitativ wird das Verfahren bezeichnet, weil das Ergebnis ein wissens- und erfahrungsbasiertes kollektives Urteil der befragten Expert*innen widerspiegelt und nicht den Anspruch einer universellen Gültigkeit erhebt. In der Gesundheitsforschung findet das Delphi-Verfahren vielfältige Anwendung, etwa bei der Entwicklung klinischer Leitlinien, Curricula, Fragebögen und Assessment-Tools. Ziel ist häufig die Ermittlung eines vorab methodisch definierten Konsens.

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Die Delphi-Befragung in der qualitativen Gesundheitsforschung

  • Jessica Dieudonné,
  • Julia Schifano,
  • Marlen Niederberger

摘要

Das Delphi-VerfahrenDelphi-Verfahren dient in der qualitativen Gesundheitsforschung zur systematischen Sammlung von Expert*innenurteilenExpert*innenurteil zu einem bestimmten Thema. Die Befragung erfolgt in einem iterativen Prozess mit mindestens zwei Delphi-Runden. Ab der zweiten Runde werden die anonym aggregierten Antworten der vorherigen Runde den Expert*innen als Feedback vorgelegt. Dabei kommt oftmals eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Daten zum Einsatz, wobei die qualitativen Daten zur argumentativen Begründung standardisierter Urteile eingesetzt werden. Dies wird gemacht, um den Expert*innen die Möglichkeit zu geben, eigene Urteile zu überdenken, zu bestätigen oder ggf. auch zu revidieren. Als qualitativ wird das Verfahren bezeichnet, weil das Ergebnis ein wissens- und erfahrungsbasiertes kollektives Urteil der befragten Expert*innen widerspiegelt und nicht den Anspruch einer universellen Gültigkeit erhebt. In der Gesundheitsforschung findet das Delphi-Verfahren vielfältige Anwendung, etwa bei der Entwicklung klinischer Leitlinien, Curricula, Fragebögen und Assessment-Tools. Ziel ist häufig die Ermittlung eines vorab methodisch definierten Konsens.