Frakturen des proximalen Humerus und des Schultergelenks
摘要
Die proximale Humerusfraktur (PHF) ist die dritthäufigste Fraktur des alternden Menschen. Die Erstellung einer geeigneten Therapiestrategie zur Behandlung einer PHF ist abhängig von der jeweiligen Frakturmorphologie, Alter des Patienten, Ausmaß der Begleitverletzungen, funktionellen Anspruch an das Schultergelenk sowie prognostischen Faktoren der Knochenbruchheilung. Um zwischen einer konservativen oder operativen Therapiestrategie auswählen zu können, ist das Verständnis für die Frakturmorphologie einer PHF essenziell. Die kopferhaltende Osteosynthese bei PHF ist primär anzustreben. Die Rekonstruktion der PHF mittels winkelstabiler Plattenosteosynthese zählt mittlerweile zu den Standardverfahren. Ist eine anatomische Rekonstruktion nicht möglich, ist eine primäre endoprothetische Versorgung der PHF als Plan B empfohlen. Die Auswahl des Prothesentyps obliegt verschiedenen Kriterien. Ein klinisch besseres Ergebnis zeigt sich bei verheilter Tuberkulumrefixation. Das ältere Patientenkollektiv profitiert von der Implantation einer inversen Frakturprothese im Vergleich zur anatomischen Frakturprothese.