Defektarthropathien entstehen auf dem Boden einer irreparablen Rotatorenmanschettenmassenruptur und werden nach Hamada eingeteilt. Der Verlauf ist chronisch progredient und wird durch lokale Entzündungsprozesse beschleunigt. Das klinische Erscheinungsbild  variiert von einer schmerzfreien, kompensierten Funktion bis hin zu einer schmerzhaften, pseudoparalytischen Schulter. Bei jüngeren Patienten finden komplexe Rekonstruktionstechniken oder Sehnentransferoperationen Anwendung zur Funktionsverbesserung In der rekompensierten Situation beim älteren Patienten ist die inverse Schultertotalendoprothese die bevorzugte Therapieoption. Lateralisierende Designmodifikationen haben sich etabliert, um potenzielle Nachteile des Grammont-Designs zu vermeiden, Glenoiddefekte zu adressieren und die Funktion zu verbessen. Aktuelle und zukünftige Entwicklungen, wie patientenspezifische Implantate oder eine intraoperative Unterstützung durch Mixed-Reality-gestützte-Operationsverfahren, werden Präzision und Standzeiten des Gelenkersatzes weiter verbessern und sollen Komplikationen systematisch reduzieren.

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Defektarthropathie

  • Markus Scheibel,
  • Jan-Philipp Imiolczyk,
  • Ulrich H. Brunner,
  • Andreas Niemeier

摘要

Defektarthropathien entstehen auf dem Boden einer irreparablen Rotatorenmanschettenmassenruptur und werden nach Hamada eingeteilt. Der Verlauf ist chronisch progredient und wird durch lokale Entzündungsprozesse beschleunigt. Das klinische Erscheinungsbild  variiert von einer schmerzfreien, kompensierten Funktion bis hin zu einer schmerzhaften, pseudoparalytischen Schulter. Bei jüngeren Patienten finden komplexe Rekonstruktionstechniken oder Sehnentransferoperationen Anwendung zur Funktionsverbesserung In der rekompensierten Situation beim älteren Patienten ist die inverse Schultertotalendoprothese die bevorzugte Therapieoption. Lateralisierende Designmodifikationen haben sich etabliert, um potenzielle Nachteile des Grammont-Designs zu vermeiden, Glenoiddefekte zu adressieren und die Funktion zu verbessen. Aktuelle und zukünftige Entwicklungen, wie patientenspezifische Implantate oder eine intraoperative Unterstützung durch Mixed-Reality-gestützte-Operationsverfahren, werden Präzision und Standzeiten des Gelenkersatzes weiter verbessern und sollen Komplikationen systematisch reduzieren.