Das Hämorrhoidalleiden ist eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrienationen. Annähernd 70 % aller Erwachsenen sind im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal betroffen. Die Inzidenz von Patienten, welche sich deshalb in ärztliche Behandlung ergeben, wird mit 4 %, die jährliche Inzidenz einer Hämorrhoidektomie mit 40–50 pro 100.000 Erwachsene angegeben. Auf Deutschland bezogen ist jährlich mit ca. 3,5 Mio. Behandlungsfällen und ca. 40.000–50.000 Hämorrhoidenoperationen (entsprechend ca. 1,5 % der behandelten Fälle) zu rechnen. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr; in manchen Studien tritt die Erkrankung bei Frauen ebenso oft auf wie bei Männern, in anderen Studien sind Männer häufiger betroffen. Untersuchungen bei anal Gesunden zeigten eine Prävalenz von 40–60 %, davon zu 45 % mit Beschwerden. Da in den meisten Studien jedoch ganz unterschiedliche Kollektive untersucht wurden, findet man eine sehr große Streuung bei den Ergebnissen zwischen 25 und 75 %. Insgesamt liegen gute Studien zur Epidemiologie und Prävalenz des Hämorrhoidalleidens in der Literatur nicht vor.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Hämorrhoidalleiden

  • Andreas K. Joos,
  • Alexander Herold

摘要

Das Hämorrhoidalleiden ist eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrienationen. Annähernd 70 % aller Erwachsenen sind im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal betroffen. Die Inzidenz von Patienten, welche sich deshalb in ärztliche Behandlung ergeben, wird mit 4 %, die jährliche Inzidenz einer Hämorrhoidektomie mit 40–50 pro 100.000 Erwachsene angegeben. Auf Deutschland bezogen ist jährlich mit ca. 3,5 Mio. Behandlungsfällen und ca. 40.000–50.000 Hämorrhoidenoperationen (entsprechend ca. 1,5 % der behandelten Fälle) zu rechnen. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr; in manchen Studien tritt die Erkrankung bei Frauen ebenso oft auf wie bei Männern, in anderen Studien sind Männer häufiger betroffen. Untersuchungen bei anal Gesunden zeigten eine Prävalenz von 40–60 %, davon zu 45 % mit Beschwerden. Da in den meisten Studien jedoch ganz unterschiedliche Kollektive untersucht wurden, findet man eine sehr große Streuung bei den Ergebnissen zwischen 25 und 75 %. Insgesamt liegen gute Studien zur Epidemiologie und Prävalenz des Hämorrhoidalleidens in der Literatur nicht vor.