Sinus pilonidalis
摘要
Der Sinus pilonidalis (PSD) ist eine häufige Erkrankung, die bei Männern und Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren auftritt. Sie entsteht durch das Einspießen von herabfallenden, kurzen und scharfen Kopfhaarfragmenten in den interglutealen Bereich und kann nur chirurgisch behandelt werden. Die Auswahl der Therapie sowie das intraoperative Vorgehen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Rezidivrate. Während Mittellinienverschluss, Pit Picking und endoskopische Verfahren hohe Rezidivraten aufweisen, kehrt die Erkrankung bei asymmetrischen Verfahren wie Bascom/Karydakis, Limberg/Dufourmentel oder anderen plastischen Operationen deutlich seltener zurück. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass bei Kindern und Frauen – zwei seltener betroffenen Patientengruppen – deutlich höhere Rezidivraten beobachtet werden; die Ursache hierfür ist derzeit unklar. In seltenen Fällen kann sich nach einer lange unbehandelten Krankheitsdauer von mehreren Dekaden ein PSD‐Karzinom entwickeln. Während die weltweite Rezidivrate stagniert, nimmt die Inzidenz von PSD insbesondere in den sogenannten entwickelten Ländern zu. Für die Zukunft ergeben sich interessante Forschungsfelder in den Bereichen Primärprävention sowie Haut‐ und Haarforschung.