Die chronische Obstipation mit Stuhlentleerungsstörung ist eine häufige Erkrankung, deren Inzidenz mit dem Alter zunimmt. Die Beschwerdesymptomatik lässt sich durch Anamnese und klinisch‐proktologische Untersuchungen meist gut eingrenzen. Wichtigste Zusatzuntersuchung ist die Endoskopie zum Ausschluss organischer Erkrankungen. Die Behandlung ist immer primär konservativ mit Stuhlgangsregulation, Entleerungshilfen und Laxanzien. Das Ziel liegt in der Normalisierung der Darmentleerung. Eine dauerhafte Heilung ist bei einer funktionellen Störung kaum möglich. Alle Maßnahmen zur Stuhlgangsregulation müssen bei entsprechender Symptomatik lebenslang fortgeführt werden. Ein Therapieversuch mit Physiotherapie sowie Biofeedback‐Therapie ist sinnvoll. Ein sehr gutes Therapiekonzept verspricht die anale Irrigation. Nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen kann eine Operation zur Korrektur von morphologischen und strukturellen Veränderungen durchgeführt werden. Die Korrektur führt jedoch nicht immer zu einer Verbesserung der klinischen Beschwerdesymptomatik. Die Indikation zu einer operativen Intervention sollte entsprechend sehr zurückhaltend gestellt werden.

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Obstipation

  • Andreas Ommer,
  • Heiner Krammer

摘要

Die chronische Obstipation mit Stuhlentleerungsstörung ist eine häufige Erkrankung, deren Inzidenz mit dem Alter zunimmt. Die Beschwerdesymptomatik lässt sich durch Anamnese und klinisch‐proktologische Untersuchungen meist gut eingrenzen. Wichtigste Zusatzuntersuchung ist die Endoskopie zum Ausschluss organischer Erkrankungen. Die Behandlung ist immer primär konservativ mit Stuhlgangsregulation, Entleerungshilfen und Laxanzien. Das Ziel liegt in der Normalisierung der Darmentleerung. Eine dauerhafte Heilung ist bei einer funktionellen Störung kaum möglich. Alle Maßnahmen zur Stuhlgangsregulation müssen bei entsprechender Symptomatik lebenslang fortgeführt werden. Ein Therapieversuch mit Physiotherapie sowie Biofeedback‐Therapie ist sinnvoll. Ein sehr gutes Therapiekonzept verspricht die anale Irrigation. Nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen kann eine Operation zur Korrektur von morphologischen und strukturellen Veränderungen durchgeführt werden. Die Korrektur führt jedoch nicht immer zu einer Verbesserung der klinischen Beschwerdesymptomatik. Die Indikation zu einer operativen Intervention sollte entsprechend sehr zurückhaltend gestellt werden.