Sprache im Kontext von Medizin und Lebenszeit
摘要
Existenzielle Erfahrungen wie Schwangerschaft und Geburt oder auch Krankheit, Alter(n) und Sterben können uns in besonderem Maße die zeitliche Verfasstheit des Menschen zu Bewusstsein führen. Sprache erlaubt es hier, Vorstellungen von Lebenszeit, Lebenssinn und Lebensqualität für sich und für andere zum Ausdruck zu bringen und dadurch greif- und begreifbarer zu machen. Die spezifische Bedeutung von Sprache für Wahrnehmungen des (guten) menschlichen Lebens im Kontext seiner Zeitlichkeit sei in folgendem Beitrag näher skizziert. Der Blick gilt primär schriftlichen Textsorten (v. a. Pathografien, Vorausverfügungen, Arzt- bzw. Patientenbriefe, literarischen Formaten) und mündlichen Kommunikationskontexten (Gesprächstherapie, Patient*in-Ärzt*in-Gespräch, etc.), im Rahmen derer bisherige, gegenwärtige und zukünftige Selbst- und Lebens-Entwürfe rekonstruiert und konstruiert werden.