Nicht immer ist es, besonders zu Beginn einer Epilepsie, möglich, sie zuverlässig einem Syndrom oder der Gruppe fokaler bzw. generalisierter Epilepsien zuzuordnen. Bei diesen Epilepsien ist es daher naheliegend, ASMs einzusetzen, von denen bekannt ist, dass sie eine Zulassung sowohl für fokale als auch für generalisierte Epilepsien haben. Früher war der klassische Vertreter hierfür Valproat. Dessen Einschränkung bei Frauen im gebärfähigen Alter wurde und wird an anderer Stelle ausführlich besprochen (Kap.  8 ). In dieser Patientinnengruppe ist Valproat ebenso wie Topiramat nicht erstrangig. Es sind auch Natriumkanalblocker wegen der möglichen Aggravation einer generalisierten Epileptogenese zu meiden, wobei für Lacosamid und Lamotrigin eine breite Zulassung existiert. Dieser Hinweis gilt in erster Linie für Carbamazepin, Oxcarbazepin, Eslicarbazepinacetat und Phenytoin.

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Therapiekonzepte bei unklassifizierten Epilepsien

  • Günter Krämer,
  • Bernhard J. Steinhoff

摘要

Nicht immer ist es, besonders zu Beginn einer Epilepsie, möglich, sie zuverlässig einem Syndrom oder der Gruppe fokaler bzw. generalisierter Epilepsien zuzuordnen. Bei diesen Epilepsien ist es daher naheliegend, ASMs einzusetzen, von denen bekannt ist, dass sie eine Zulassung sowohl für fokale als auch für generalisierte Epilepsien haben. Früher war der klassische Vertreter hierfür Valproat. Dessen Einschränkung bei Frauen im gebärfähigen Alter wurde und wird an anderer Stelle ausführlich besprochen (Kap.  8 ). In dieser Patientinnengruppe ist Valproat ebenso wie Topiramat nicht erstrangig. Es sind auch Natriumkanalblocker wegen der möglichen Aggravation einer generalisierten Epileptogenese zu meiden, wobei für Lacosamid und Lamotrigin eine breite Zulassung existiert. Dieser Hinweis gilt in erster Linie für Carbamazepin, Oxcarbazepin, Eslicarbazepinacetat und Phenytoin.