Dieser Beitrag thematisiert in Grundzügen die Verknüpfungen zwischen Religion, Gender und Intersektionalität und zeigt deren innere Dynamik, Situiertheit und gleichzeitige Transformationsfähigkeit auf. Religion wird hierbei mit Clifford Geertz als kulturelles System verstanden. Gender, in Abgrenzung zu Sex Category und Sex, ist eine zentral auf Handlung angewiesene Konstante, die sich in das dynamische Religionsverständnis integrieren lässt. Hierbei wird auch das Konzept Intersektionalität thematisiert und dekonstruktivistisch weitergedacht, sowie anhand von Beispielen aus Interkultureller Theologie und Religionswissenschaft verdeutlicht. Eine gendersensible, postkoloniale und intersektionale Forschung findet in religionswissenschaftlichen und interkulturell-theologischen Arbeiten häufig schon Anwendung, eine aktive Benennung von Differenzierungskategorien und Marginalisierung(sprozessen) ist jedoch nicht immer vorhanden. Die Sichtbarmachung von Machtverhältnissen, mittels eines dekonstruktivistischem Ansatz kann helfen, bestehende Normen zu durchbrechen und Ausgrenzungsmechanismen abzubauen.

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Religion, Gender und Intersektionalität

  • Kristina Göthling-Zimpel

摘要

Dieser Beitrag thematisiert in Grundzügen die Verknüpfungen zwischen Religion, Gender und Intersektionalität und zeigt deren innere Dynamik, Situiertheit und gleichzeitige Transformationsfähigkeit auf. Religion wird hierbei mit Clifford Geertz als kulturelles System verstanden. Gender, in Abgrenzung zu Sex Category und Sex, ist eine zentral auf Handlung angewiesene Konstante, die sich in das dynamische Religionsverständnis integrieren lässt. Hierbei wird auch das Konzept Intersektionalität thematisiert und dekonstruktivistisch weitergedacht, sowie anhand von Beispielen aus Interkultureller Theologie und Religionswissenschaft verdeutlicht. Eine gendersensible, postkoloniale und intersektionale Forschung findet in religionswissenschaftlichen und interkulturell-theologischen Arbeiten häufig schon Anwendung, eine aktive Benennung von Differenzierungskategorien und Marginalisierung(sprozessen) ist jedoch nicht immer vorhanden. Die Sichtbarmachung von Machtverhältnissen, mittels eines dekonstruktivistischem Ansatz kann helfen, bestehende Normen zu durchbrechen und Ausgrenzungsmechanismen abzubauen.