Dieses Kapitel untersucht die Historiografie der interkulturellen Theologie anhand dreier zentraler Themenfelder: Kolonialismus, Kulturbegriff und Globalität. Es zeigt auf, wie Fachgeschichte stets als Gegenwartsbestimmung fungiert und analysiert die anhaltenden kolonialen Strukturen in der theologischen Wissensproduktion. Zudem wird die Entwicklung vom Missions- zum Kulturparadigma kritisch beleuchtet und als komplexer Prozess der Fachidentitätsbildung dargestellt. Schließlich wird am Beispiel der Pfingstbewegung die Verflechtung von Forschung und Forschungsgegenstand diskutiert und für eine reflexive Wissenschaftstheorie plädiert, die die eigene Positionierung kontinuierlich hinterfragt.

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Wozu (Fach-)Geschichte? Historiographie als Gegenwartsbestimmung der Interkulturellen Theologie

  • Jörg Haustein

摘要

Dieses Kapitel untersucht die Historiografie der interkulturellen Theologie anhand dreier zentraler Themenfelder: Kolonialismus, Kulturbegriff und Globalität. Es zeigt auf, wie Fachgeschichte stets als Gegenwartsbestimmung fungiert und analysiert die anhaltenden kolonialen Strukturen in der theologischen Wissensproduktion. Zudem wird die Entwicklung vom Missions- zum Kulturparadigma kritisch beleuchtet und als komplexer Prozess der Fachidentitätsbildung dargestellt. Schließlich wird am Beispiel der Pfingstbewegung die Verflechtung von Forschung und Forschungsgegenstand diskutiert und für eine reflexive Wissenschaftstheorie plädiert, die die eigene Positionierung kontinuierlich hinterfragt.