Die weltweit zunehmende Prävalenz von Myopie und deren Auswirkung auf die Diagnostik und Behandlung des Glaukoms ist von globaler Bedeutung, da beide Augenerkrankungen erhebliche Auswirkungen auf die Sehqualität und Lebensqualität von Betroffenen haben können. Aus epidemiologischen Studien ist bekannt, dass bei myopen Augen ein erhöhtes Risiko besteht, an einem Glaukom zu erkranken. Gleichzeitig kommt es durch das Bulbuswachstum bei der axialen Myopie zu starken morphologischen Veränderungen am hinteren Pol, einschließlich der Papilla nervi optici. Dies hat zur Folge, dass die Unterscheidung zwischen myopen und glaukomatösen Veränderungen zum Teil sehr schwierig ist und einerseits bei gesunden myopen Augen ein Glaukom überdiagnostiziert und andererseits bei myopen Augen, die am Glaukom erkrankt sind, die Erkrankung gar nicht oder sehr spät erkannt wird. Bildgebende Verfahren wie die Optische Kohärenztomografie, die heute routinemäßig in der Glaukomdiagnostik Verwendung finden, sind bei myopen Augen oft nicht zielführend, da einerseits hoch myope Augen nicht in den Referenzdatenbanken der Geräte enthalten sind und andererseits die Messwerte aufgrund einer höheren Rate von Segmentierungsfehlern nur schwierig interpretiert werden können. Auch die Glaukomtherapie stellt vor allem chirurgisch eine große Herausforderung dar. Insgesamt zeigt die global zunehmende Prävalenz von Myopie und Glaukom die Notwendigkeit verbesserter diagnostischer Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung dieser Augenerkrankungen auf.

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Myopie und Glaukom

  • Jasmin Rezapour

摘要

Die weltweit zunehmende Prävalenz von Myopie und deren Auswirkung auf die Diagnostik und Behandlung des Glaukoms ist von globaler Bedeutung, da beide Augenerkrankungen erhebliche Auswirkungen auf die Sehqualität und Lebensqualität von Betroffenen haben können. Aus epidemiologischen Studien ist bekannt, dass bei myopen Augen ein erhöhtes Risiko besteht, an einem Glaukom zu erkranken. Gleichzeitig kommt es durch das Bulbuswachstum bei der axialen Myopie zu starken morphologischen Veränderungen am hinteren Pol, einschließlich der Papilla nervi optici. Dies hat zur Folge, dass die Unterscheidung zwischen myopen und glaukomatösen Veränderungen zum Teil sehr schwierig ist und einerseits bei gesunden myopen Augen ein Glaukom überdiagnostiziert und andererseits bei myopen Augen, die am Glaukom erkrankt sind, die Erkrankung gar nicht oder sehr spät erkannt wird. Bildgebende Verfahren wie die Optische Kohärenztomografie, die heute routinemäßig in der Glaukomdiagnostik Verwendung finden, sind bei myopen Augen oft nicht zielführend, da einerseits hoch myope Augen nicht in den Referenzdatenbanken der Geräte enthalten sind und andererseits die Messwerte aufgrund einer höheren Rate von Segmentierungsfehlern nur schwierig interpretiert werden können. Auch die Glaukomtherapie stellt vor allem chirurgisch eine große Herausforderung dar. Insgesamt zeigt die global zunehmende Prävalenz von Myopie und Glaukom die Notwendigkeit verbesserter diagnostischer Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung dieser Augenerkrankungen auf.