Wundheilung der Kornea – Pathophysiologie und Grundlagen
摘要
Die Hornhaut bildet die vordere Begrenzung des Auges und trägt durch ihre Transparenz, Avaskularität und spezifische Krümmung wesentlich zur scharfen optischen Abbildung auf der Netzhaut bei. Hierbei ist die Hornhaut aufgrund ihrer anatomischen Einordnung und als Barriere zur Umwelt besonders exponiert gegenüber verschiedenen äußeren Einflüssen, wie sie bei Verletzungen oder durch Pathogene entstehen können. Eine regelrechte Wundheilung, insbesondere ohne die Ausbildung von Licht-streuenden Narben, ist essenziell, um die Integrität und Funktion der Hornhaut zu bewahren. Die fehlgeleitete Wundheilung ist von großer klinischer Relevanz, da sie zur Hornhautfibrosierung mit nachfolgender Sehverschlechterung führen kann. Eine korneale Fibrose resultiert in einer Reduktion – bis zum Verlust – der optischen Transparenz, was bis zur Erblindung des betroffenen Auges führen kann. Die physiologische Wundheilung ist ein komplexer Vorgang und greift in eine Reihe multifaktorieller Gewebeprozesse ein. Auf zellulärer Ebene erfolgt sie in einer Sequenz aus Migration, Transformation, Proliferation und Modulation der extrazellulären Matrix. Das Verständnis der pathophysiologischen Mechanismen der Wundheilung und Fibrogenese sind von großer Bedeutung für die Diagnostik, Therapie und der Einordnung des Heilungsverlaufs kornealer Wunden, um dauerhafte Schäden der Hornhaut frühzeitig entgegenwirken zu können.