Die (Nicht-)Übersetzbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse
摘要
Der Beitrag befasst sich mit Übersetzungen von verschriftlichten und ausgewerteten Interviewdaten zum Zweck der Ergebnispräsentation. Inwiefern sind Übersetzungen in dieser Phase eher unbedenklich, da sie lediglich auszugsweise für Vorträge oder Publikationen stattfinden? Oder sehen sich Forschende ähnlichen Herausforderungen gegenüber, die in der qualitativen Sozialforschung in Bezug auf Übersetzungen sprachlicher Daten für die Analyse bereits bekannt sind? Anhand der vorliegenden Literatur beginnt der Beitrag mit einer Gegenüberstellung von Übersetzungen vor und nach der Datenanalyse. Danach werden die Herausforderungen diskutiert, die mit Übersetzungen für die Ergebnispräsentation einhergehen. Dass es sich bei diesen um eine erneute Auslegung der bereits interpretierten Interviewdaten handelt, wird am Beispiel der im Beitrag diskutierten Untersuchung mit Paarinterviews deutlich. Mit diesem Vorgehen wirft der Beitrag die Frage nach der Übersetzbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse auf und stellt dar, wie Übersetzungen im Sinne einer Qualitätssicherung bei der Diskussion und Präsentation von Ergebnissen beachtet werden können.