Anvertraubare professionelle Tätigkeiten (Entrustable Professional Activities, EPAs)Entrustable Professional Activity (EPA) (EPAs)EPA ist ein Konzept zur Bewertung der Leistung von Medizinstudierenden in der klinischen Praxis.  EPAs sind klinische praktische Tätigkeiten, die Medizinstudierenden in der Berufspraxis übertragen werden können, sobald sie ausreichende Kompetenzen nachgewiesen haben und in der Lage sind, die ihnen übertragenen Tätigkeiten problemlos und selbstständig auszuführen. EPAs werden nicht nur eingesetzt, um die Fähigkeiten der Medizinstudierenden bei der Durchführung bestimmter Tätigkeiten zu beurteilen, sondern auch, um ihr berufliches Verhalten, ihre Werte und Einstellungen zu bewerten. Viele Länder haben in ihren medizinischen Curricula EPAs als Kernbestandteil eingeführt, da dieses Konzept für die Strukturierung des Medizinstudiums als vielversprechend gilt. Je nach Art und spezifischen Anforderungen bestimmter Praxisumgebungen erfordert die Durchführung einiger EPAs weniger interprofessionelle Kompetenzen, während andere EPAs einen starken interprofessionellen Charakter haben (z. B. Patient:innen informieren und beraten oder die Leitung multiprofessioneller Teambesprechungen). Der Einsatz von EPAs trägt zur Patientensicherheit bei, verbessert die Qualität der Versorgung durch die Entwicklung des Wissens, der Fähigkeiten und des Verhaltens von Medizinstudierenden. EPAs können eingesetzt werden, um spezifische, messbare und beobachtbare klinische Tätigkeiten innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens der interprofessionellen Zusammenarbeit zu evaluieren, die geeignet sind, eine anvertraubare Entscheidung zu treffen. Durch den Einsatz von EPAs in der interprofessionellen Ausbildung im Medizinstudium kann der interprofessionelle Kompetenzerwerb sichergestellt und die Verantwortung für die Aufrechterhaltung interprofessioneller Ausbildungsstandards effizient wahrgenommen werden.

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Entrustable Professional Activities (EPAs) aus einer interprofessionellen Umsetzungsperspektive: ein niederländischer Blickwinkel

  • Marjo Wijnen-Meijer,
  • Saskia C. M. Oosterbaan-Lodder,
  • Fedde Scheele

摘要

Anvertraubare professionelle Tätigkeiten (Entrustable Professional Activities, EPAs)Entrustable Professional Activity (EPA) (EPAs)EPA ist ein Konzept zur Bewertung der Leistung von Medizinstudierenden in der klinischen Praxis.  EPAs sind klinische praktische Tätigkeiten, die Medizinstudierenden in der Berufspraxis übertragen werden können, sobald sie ausreichende Kompetenzen nachgewiesen haben und in der Lage sind, die ihnen übertragenen Tätigkeiten problemlos und selbstständig auszuführen. EPAs werden nicht nur eingesetzt, um die Fähigkeiten der Medizinstudierenden bei der Durchführung bestimmter Tätigkeiten zu beurteilen, sondern auch, um ihr berufliches Verhalten, ihre Werte und Einstellungen zu bewerten. Viele Länder haben in ihren medizinischen Curricula EPAs als Kernbestandteil eingeführt, da dieses Konzept für die Strukturierung des Medizinstudiums als vielversprechend gilt. Je nach Art und spezifischen Anforderungen bestimmter Praxisumgebungen erfordert die Durchführung einiger EPAs weniger interprofessionelle Kompetenzen, während andere EPAs einen starken interprofessionellen Charakter haben (z. B. Patient:innen informieren und beraten oder die Leitung multiprofessioneller Teambesprechungen). Der Einsatz von EPAs trägt zur Patientensicherheit bei, verbessert die Qualität der Versorgung durch die Entwicklung des Wissens, der Fähigkeiten und des Verhaltens von Medizinstudierenden. EPAs können eingesetzt werden, um spezifische, messbare und beobachtbare klinische Tätigkeiten innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens der interprofessionellen Zusammenarbeit zu evaluieren, die geeignet sind, eine anvertraubare Entscheidung zu treffen. Durch den Einsatz von EPAs in der interprofessionellen Ausbildung im Medizinstudium kann der interprofessionelle Kompetenzerwerb sichergestellt und die Verantwortung für die Aufrechterhaltung interprofessioneller Ausbildungsstandards effizient wahrgenommen werden.