Laborbefunde sind bei der (neuro-)psychologischen Begutachtung kognitiver und psychischer Funktionen bzw. Funktions- und Leistungsbeeinträchtigungen von Relevanz. Während die Befunderhebung und Diagnosestellung auf der Basis von Laboruntersuchungen sowie die Überwachung und Kontrolle der Einnahme von verordnungspflichtigen Medikamenten mit ihren Haupt- und Nebenwirkungen ausschließlich Ärzt*innen vorbehalten ist, kann die Berücksichtigung und Einordnung von Laborparametern durch psychologische Sachverständige sinnvoll und notwendig sein, um Fragestellungen auf psychologischen Fachgebieten gerecht zu werden. Dies setzt Basiswissen bezüglich der Bedeutung erhobener Laborparameter im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen voraus. Sowohl im Rahmen finaler als auch kausaler gutachterlicher Fragestellungen, die sich auf psychische oder neurologische Erkrankungen und neuropsychologische Funktionsstörungen beziehen, zeichnet die Kenntnis der wichtigsten Laborparameter und deren möglicher Bedeutung bei Abweichung interdisziplinäre Kompetenz aus. Psychologische Sachverständige sollten darüber hinaus Indikationen, Wirkmechanismen und Nebenwirkungen der gebräuchlichsten Psychopharmaka und psychotrop wirkenden Substanzen kennen, um deren möglichen Einfluss auf Leistungsverhalten und Funktionsniveau im Einzelfall kritisch beurteilen zu können. Darüber hinaus dient dieses fachspezifische Wissen als Beurteilungsgrundlage suffizienter Behandlungsstrategien. Im Beitrag werden gutachterlich relevante Aspekte zur Rezeption und Bewertung von Laborbefunden sowie psychotroper Substanzwirkungen und pharmakologischer Behandlungsansätze erläutert.

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Rezeption und Bewertung von Labordaten und Biomarkern

  • Andrea Diebel

摘要

Laborbefunde sind bei der (neuro-)psychologischen Begutachtung kognitiver und psychischer Funktionen bzw. Funktions- und Leistungsbeeinträchtigungen von Relevanz. Während die Befunderhebung und Diagnosestellung auf der Basis von Laboruntersuchungen sowie die Überwachung und Kontrolle der Einnahme von verordnungspflichtigen Medikamenten mit ihren Haupt- und Nebenwirkungen ausschließlich Ärzt*innen vorbehalten ist, kann die Berücksichtigung und Einordnung von Laborparametern durch psychologische Sachverständige sinnvoll und notwendig sein, um Fragestellungen auf psychologischen Fachgebieten gerecht zu werden. Dies setzt Basiswissen bezüglich der Bedeutung erhobener Laborparameter im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen voraus. Sowohl im Rahmen finaler als auch kausaler gutachterlicher Fragestellungen, die sich auf psychische oder neurologische Erkrankungen und neuropsychologische Funktionsstörungen beziehen, zeichnet die Kenntnis der wichtigsten Laborparameter und deren möglicher Bedeutung bei Abweichung interdisziplinäre Kompetenz aus. Psychologische Sachverständige sollten darüber hinaus Indikationen, Wirkmechanismen und Nebenwirkungen der gebräuchlichsten Psychopharmaka und psychotrop wirkenden Substanzen kennen, um deren möglichen Einfluss auf Leistungsverhalten und Funktionsniveau im Einzelfall kritisch beurteilen zu können. Darüber hinaus dient dieses fachspezifische Wissen als Beurteilungsgrundlage suffizienter Behandlungsstrategien. Im Beitrag werden gutachterlich relevante Aspekte zur Rezeption und Bewertung von Laborbefunden sowie psychotroper Substanzwirkungen und pharmakologischer Behandlungsansätze erläutert.