Fall 11
摘要
Paula steht in der Küche der Griegers und ist glücklich. Max ist gerade zum ersten Mal richtig sauer auf sie gewesen und abgerauscht. Sie wuschen gerade die Reste des Familienmahls ab. Es ist Heinrichs Geburtstag, Nelson und Luna haben groß gekocht, Paula ist mittlerweile als fester Bestandteil der Familie mit dabei und wollte nun eigentlich mit Max die groß verunreinigte Küche wieder in Ordnung bringen. Sie weiß gar nicht mehr wie, aber sie sind seit langer Zeit mal wieder auf die Tantra-Klamotte gekommen, die Paula nach Max’ Meinung immer noch ausgiebig praktiziert. Er hat den Tripper noch immer nicht ganz vergessen und ist immer sehr gereizt, wenn die Sprache auf diesen Pseudo-Esoterik-Swinger-Club kommt – wie er die Tantra-Gemeinschaft von Paula nennt. Er hat damals drei Dinge klargestellt: 1. Er würde da nicht mitmachen! 2. Paula könne gerne, aber er wolle nicht wissen, wann und wie. 3. Sie solle ihm nie wieder kleine Untermieter mitbringen, sonst wäre die Sache zwischen ihnen erledigt. Paula fand das im ersten Moment so bescheuert, dass sie erst mal weg in ihre Wohnung war, um dort auf seinen niedergeschlagenen Anruf zu warten. Sie liebt ihre Freiheit. Eingezwängt in einer Beziehung zu leben, ist für sie schon immer Ausdruck der Unterwerfung ihrer Persönlichkeit gewesen. Sie muss frei atmen können, und das bedeutet für sie, dass sie jedem Lustimpuls nachgehen kann – in allen Bereichen. Sie hat zwar immer feste Partner gehabt, aber sich von denen nie vorschreiben lassen, was sie zu tun oder zu lassen hat. Und auf die Tantra-Sache haben immer alle sehr eifersüchtig reagiert, selbst die Partner, die sie beim Tantra kennengelernt hat. Und das ist auch vollkommen in Ordnung so. Eifersucht ist immer Paulas Vergewisserung gewesen, dass sie geliebt wird. Keine Eifersucht – keine Liebe, so ist ihre Denke.