Infolge der Industrialisierung und dem mit ihr einhergehenden beschleunigten Stadtwachstum wurde Zersiedelung zu einem prägenden Phänomen der räumlichen Struktur deutscher Stadtregionen. Aufgrund der negativen Auswirkungen von Zersiedelung auf eine nachhaltige Entwicklung braucht es ein vertieftes Verständnis der Ausprägungen und Treiber von Zersiedelung sowie geeignete Instrumente, um ihr entgegenzuwirken. Der in diesem Beitrag behandelte Ansatz eines stadtregionalen Flächenmanagements vereint diese Aspekte. Auf der Grundlage einer Aufarbeitung der wissenschaftlichen Diskussion leitet der Beitrag Handlungsmöglichkeiten eines stadtregionalen Flächenmanagements ab. Diese umfassen eine räumlich differenzierte Veränderung von Wohnkosten, eine Erhöhung von Transportkosten, eine Stärkung der Attraktivität innerstädtischen Wohnens, eine fundiertere Berücksichtigung von Kosten und Nutzen bei Entscheidungen über das Angebot an neuen Flächen und die Wohnstandortwahl, eine stärkere stadtregionale Kooperation und Anpassungen in der Organisation von Stadtregionen. Allerdings kann u. a. aufgrund langfristig bestehender Pfadabhängigkeiten und besonderer geographischer Bedingungen nicht allen Treibern von Zersiedelung gleichermaßen entgegengewirkt werden. Entsprechend wichtig ist und bleibt ein vorausschauendes und umfassendes Stadtregionales Flächenmanagement, um zukünftige Pfadabhängigkeiten zu minimieren.

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Das stadtregionale Flächenproblem – Genese, Ausprägung und Treiber

  • Thomas Zimmermann,
  • Björn Braunschweig,
  • Sebastian Henn

摘要

Infolge der Industrialisierung und dem mit ihr einhergehenden beschleunigten Stadtwachstum wurde Zersiedelung zu einem prägenden Phänomen der räumlichen Struktur deutscher Stadtregionen. Aufgrund der negativen Auswirkungen von Zersiedelung auf eine nachhaltige Entwicklung braucht es ein vertieftes Verständnis der Ausprägungen und Treiber von Zersiedelung sowie geeignete Instrumente, um ihr entgegenzuwirken. Der in diesem Beitrag behandelte Ansatz eines stadtregionalen Flächenmanagements vereint diese Aspekte. Auf der Grundlage einer Aufarbeitung der wissenschaftlichen Diskussion leitet der Beitrag Handlungsmöglichkeiten eines stadtregionalen Flächenmanagements ab. Diese umfassen eine räumlich differenzierte Veränderung von Wohnkosten, eine Erhöhung von Transportkosten, eine Stärkung der Attraktivität innerstädtischen Wohnens, eine fundiertere Berücksichtigung von Kosten und Nutzen bei Entscheidungen über das Angebot an neuen Flächen und die Wohnstandortwahl, eine stärkere stadtregionale Kooperation und Anpassungen in der Organisation von Stadtregionen. Allerdings kann u. a. aufgrund langfristig bestehender Pfadabhängigkeiten und besonderer geographischer Bedingungen nicht allen Treibern von Zersiedelung gleichermaßen entgegengewirkt werden. Entsprechend wichtig ist und bleibt ein vorausschauendes und umfassendes Stadtregionales Flächenmanagement, um zukünftige Pfadabhängigkeiten zu minimieren.