Als „ionisierende Strahlung“ werden Photonen- oder Teilchenstrahlung bezeichnet, welche in der Lage sind, direkt oder indirekt Elektronen aus Atomen oder Molekülen zu lösen. Die ionisierende Strahlung kann durch radioaktiven Zerfall, durch Röntgenröhren, Beschleuniger oder Reaktoren erzeugt werden. Die Strahlung kann auf verschiedene Arten den Körper exponieren. Befindet sich die Strahlenquelle außerhalb des Körpers, macht die durchdringende Wellenstrahlung den größten Teil der Dosis aus. Bei einer Verunreinigung der Körperoberfläche mit radioaktiven Stoffen sind Betastrahler aufgrund ihrer Eindringtiefe in der Haut zu berücksichtigen. Generell wird zwischen einer deterministischen (zwangsläufigen) bzw. chronischen und einer stochastischen (zufälligen) Schädigung unterschieden. Mit der Festlegung von Grenzwerten für Bevölkerung und beruflich exponierten Personen, sollen schädliche deterministische Effekte vermieden und das Risiko durch Strahlung auf ein tolerables Maß beschränkt werden. Die Überschreitung bzw. Einhaltung der Grenzwerte ist eine wichtiges, jedoch kein alleiniges Begutachtungskriterium der BK 24. Entscheidend bei der Begutachtugn sind immer die persönlichen Daten des Betroffenen. Für die Kausalitätsbeurteilung muss die Strahlendosis immer in dem für die Erkrankung kritischen Organ und die damit verbundene Strahlenempfindlichkeit berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die Kausalitätsfrage in einem Berufskrankheitenverfahren ist ausschließlich die Dosis im erkrankten Organ maßgebend.

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BK 24 – Durch Strahlen verursachte Erkrankungen

  • Lena Kuhne

摘要

Als „ionisierende Strahlung“ werden Photonen- oder Teilchenstrahlung bezeichnet, welche in der Lage sind, direkt oder indirekt Elektronen aus Atomen oder Molekülen zu lösen. Die ionisierende Strahlung kann durch radioaktiven Zerfall, durch Röntgenröhren, Beschleuniger oder Reaktoren erzeugt werden. Die Strahlung kann auf verschiedene Arten den Körper exponieren. Befindet sich die Strahlenquelle außerhalb des Körpers, macht die durchdringende Wellenstrahlung den größten Teil der Dosis aus. Bei einer Verunreinigung der Körperoberfläche mit radioaktiven Stoffen sind Betastrahler aufgrund ihrer Eindringtiefe in der Haut zu berücksichtigen. Generell wird zwischen einer deterministischen (zwangsläufigen) bzw. chronischen und einer stochastischen (zufälligen) Schädigung unterschieden. Mit der Festlegung von Grenzwerten für Bevölkerung und beruflich exponierten Personen, sollen schädliche deterministische Effekte vermieden und das Risiko durch Strahlung auf ein tolerables Maß beschränkt werden. Die Überschreitung bzw. Einhaltung der Grenzwerte ist eine wichtiges, jedoch kein alleiniges Begutachtungskriterium der BK 24. Entscheidend bei der Begutachtugn sind immer die persönlichen Daten des Betroffenen. Für die Kausalitätsbeurteilung muss die Strahlendosis immer in dem für die Erkrankung kritischen Organ und die damit verbundene Strahlenempfindlichkeit berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die Kausalitätsfrage in einem Berufskrankheitenverfahren ist ausschließlich die Dosis im erkrankten Organ maßgebend.