BK 2115 – Fokale Dystonie als Erkrankung des zentralen Nervensystems bei Instrumentalmusikern durch feinmotorische Tätigkeit hoher Intensität
摘要
Die Fokale Dystonie ist eine Störung der feinmotorischen Kontrolle beim Instrumentalspiel, welche mit unkontrollierten, unwillkürlichen Muskelkontraktionen sowie dystonen, krampfartigen Bewegungen einhergeht („Musikerkrampf“) und die Leistungsfähigkeit erheblich einschränken kann. Es handelt sich um eine aufgabenspezifische Erkrankung, bei professionellen Musikern meist im Bereich der Hand oder Finger (Handdystonie) oder der Ansatzmuskulatur bei Bläsern. Die notwendige Exposition liegt bei mindestens 10 Übejahren und korrespondiert mit einer kumulativen Übezeit von etwa 10.000 h. Die Diagnose ist klinisch durch einen in der Musikermedizin erfahrenen Neurologen unter Einbeziehung einer klinischen Untersuchung am Instrument zu stellen, die Therapie ist schwierig und langwierig. In bis zu 30 % kann die Erkrankung zu einer Berufsunfähigkeit führen. In den MdE-Eckwert-Tabellen sind bisher keine Erfahrungswerte oder Empfehlungen aufgeführt, aufgrund des hoch spezialisierten Berufsbilds kann die Härtefallklausel des besonderen beruflichen Betroffenseins zum Tragen kommen.