Definition und Epidemiologie der pAVK
摘要
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) als zumeist arteriosklerotische Manifestation der Extremitäten-versorgenden Arterien wird entsprechend ihrer klinischen Ausprägung nach Fontaine und Rutherford systematisiert. Typische Beschwerden umfassen belastungsabhängige Schmerzen (Claudicatio intermittens), ischämischen Ruheschmerz sowie chronische Ulzera und Nekrosen. Letztere werden als chronisch kritische Extremitätenischämie zusammengefasst. Die mittels ABI-Methode gesicherte Prävalenz der pAVK liegt zwischen 3–10 % in der Allgemeinbevölkerung und steigt stark altersabhängig auf > 20 % in der Altersgruppe der über 60-Jährigen an. Angesichts eines hohen Anteils zunächst asymptomatischer, mild oder auch atypisch symptomatischer früher Verläufe ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer undiagnostizierter pAVK-Patienten auszugehen. Die Prognose der pAVK ist stark stadienabhängig und erreicht eine Krankenhaussterblichkeit von bis zu 8 % sowie Amputationsraten von bis zu 42 % (Rutherford-Kategorie RF 6).