Invasive Therapie chronischer Beckenvenenobstruktionen
摘要
Die unzureichende Rekanalisation der venösen Strombahn nach einer akuten iliofemoralen Thrombose führt bei bis zur Hälfte der betroffenen Patienten zu einer persistierenden, hämodynamisch relevanten Ausstromobstruktion mit sekundärer Klappeninsuffizienz der Leitvenen, später auch der Stammvenen der betroffenen unteren Extremität. Die klinischen Symptome des hieraus resultierenden postthrombotischen Syndroms (PTS) reichen von der venösen Claudicatio mit oder ohne einer persistierenden Schwellneigung bis hin zur Entwicklung eines venösen Ulkus. Insbesondere bei chronischen iliofemoralen Verschlüssen versagt die konservative Therapie einer dauerhaften Kompressionstherapie sehr häufig. Somit ist es naheliegend, kausale interventionelle Maßnahmen einer Thrombusbeseitigung oder eines chronischen Verschlusses durchzuführen, die einer Klappenschädigung und damit einem PTS entgegenwirken. Die rekanalisierende Therapie wird in nahezu allen Fällen mit einer Stentimplantation abgeschlossen. Inzwischen gibt es im europäischen Raum 10 für die iliofemorale Strohmbahn zugelassene, dedizierte Venenstents, die in vielen Studien hinsichtlich ihrer Effektivität und Sicherheit analysiert werden. Bei sorgfältiger Indikationsstellung, Interventionsplanung mit adäquatem Stent-Sizing und -Platzierung sowie einer zielgerichteten postprozedurale Nachbehandlung und Nachsorge kann die venöse Rekanalisation mit Stenting mit hoher technischer Erfolgsrate bei geringer periprozeduraler Komplikationsrate durchgeführt werden und führt bei akzeptabler mittel- und langfristiger Offenheitsrate zu einer klinischen Verbesserung der Symptome eines postthrombotischen Syndroms, insbesondere zu einer signifikant verbesserten Abheilungsrate venöser Ulzera.