In Deutschland stellt sich das Problem des periinterventionellen Managements bei oraler Antikoagulation über 200.000-mal im Jahr mit erheblichen Komplikationsrisiken. Zentral ist dabei die Abwägung des Blutungsrisikos des Eingriffs, des thromboembolischen Risikos und patientenspezifischer Risiken. Für Vitamin-K-Antagonisten unterliegt die Notwendigkeit zum Bridging einem Wandel, da zwei große randomisierte Studien keinen Vorteil eines Bridgings, aber ein erhöhtes Blutungsrisiko zeigten. Bei Patienten unter direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) gibt es generell keine Notwendigkeit für ein Bridging, da DOAKs gut steuerbar sind. Hier muss zusätzlich das Vorliegen einer Niereninsuffizienz beachtet werden, da DOAK dann u. U. mehrere Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden müssen. ASS sollte in den meisten Fällen perioperativ nicht abgesetzt werden. Wenn möglich, sollten Eingriffe unter dualer Plättchenhemmung hingegen verschoben werden.

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Periprozedurales Management unter antithrombotischer Therapie

  • Rupert Bauersachs

摘要

In Deutschland stellt sich das Problem des periinterventionellen Managements bei oraler Antikoagulation über 200.000-mal im Jahr mit erheblichen Komplikationsrisiken. Zentral ist dabei die Abwägung des Blutungsrisikos des Eingriffs, des thromboembolischen Risikos und patientenspezifischer Risiken. Für Vitamin-K-Antagonisten unterliegt die Notwendigkeit zum Bridging einem Wandel, da zwei große randomisierte Studien keinen Vorteil eines Bridgings, aber ein erhöhtes Blutungsrisiko zeigten. Bei Patienten unter direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) gibt es generell keine Notwendigkeit für ein Bridging, da DOAKs gut steuerbar sind. Hier muss zusätzlich das Vorliegen einer Niereninsuffizienz beachtet werden, da DOAK dann u. U. mehrere Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden müssen. ASS sollte in den meisten Fällen perioperativ nicht abgesetzt werden. Wenn möglich, sollten Eingriffe unter dualer Plättchenhemmung hingegen verschoben werden.