Tiefe Beinvenenthrombose und postthrombotisches Syndrom
摘要
Thrombosen der tiefen Beinvenen machen mehr als zwei Drittel aller venösen Thrombembolien aus. Trotz Antikoagulation und Kompression, den beiden Säulen der Thrombosetherapie, bleibt der venöse Abstrom in 50–80 % der Fälle behindert aufgrund fehlender oder nicht vollständiger Rekanalisation der tiefen Venen. Etwa jeder dritte Patient entwickelt ein postthrombotisches Syndrom (PTS), 3 % entwickeln ein schweres PTS oder ein Ulcus cruris venosum. PTS werden in okklusive, refluxive und Mischtypen eingeteilt. Das Wissen um die verschiedenen Manifestationen und Risikofaktoren des PTS ermöglicht einen individuellen Behandlungsansatz, der von suffizienter Kompression bis hin zu rekanalisierenden Maßnahmen reicht. Eine strukturierte Nachsorge nach stattgehabter Thrombose vermag die schwerwiegenden Komplikationen der tiefen Beinvenenthrombose, die mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einhergehen können, zu minimieren.