Akrale Durchblutungsstörungen: Epidemiologie und spezielle Pathophysiologie
摘要
Unter akralen Durchblutungsstörungen (Synonym: vaskuläre Akrosyndrome) versteht man eine heterogene Gruppe vaskulärer Erkrankungen, die sich vorrangig in den kleinen Blutgefäßen der Körperendigungen abspielen. Vorrangig betroffen ist die arterielle und mikrovaskuläre Strombahn der Hände und Füße. Dabei stehen wenigen klinischen Erscheinungsbildern (Temperaturveränderung, Farbveränderung, Schmerz, Gewebeverlust) eine Vielzahl pathophysiologischer Mechanismen gegenüber. Der Beitrag behandelt epidemiologische und pathophysiologische Aspekte des Raynaud-Phänomen und der Akrozyanose als funktionelle Störungen sowie thromboembolische akrale Durchblutungsstörungen, thrombotische Mikroangiopathien, Kleingefäßerkrankung bei Diabetes mellitus und präterminaler und terminaler Niereninsuffizienz, die Thrombangiitis obliterans und die primären und sekundären Vaskulitiden der mittelgroßen und kleinen Gefäße als anatomisch fixierte akrale Durchblutungsstörungen.