Unter den chirurgischen Patienten besteht bei jedem 7.–10. Patient eine Antikoagulation. Dabei birgt die chirurgische Therapie antikoagulierter Patienten zwei spezielle Probleme: Zum einen bewirkt die Antikoagulation eine erhöhte Blutungsneigung, zum anderen ist das Absetzen dieser Substanzen mit einem erhöhten thrombembolischen Risiko verbunden. Da evidenzbasierte Empfehlungen aktuell nur für wenige klinische Situationen möglich sind, ist es empfehlenswert, sich anhand von Algorithmen und Checklisten individuell und interdisziplinär für das richtige Vorgehen bei jedem Patienten spezifisch zu entscheiden. In diesem Kapitel wird der perioperative Umgang mit Thrombozytenaggregationshemmern, oralen/neuen oder direkten oralen Antikoagulantien und Heparin sowie der perioperative Umgang mit Blutungen/Nachblutungen erläu tert.

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Antikoagulation und Gerinnung

  • Ines Richardsen,
  • Julian Palzer

摘要

Unter den chirurgischen Patienten besteht bei jedem 7.–10. Patient eine Antikoagulation. Dabei birgt die chirurgische Therapie antikoagulierter Patienten zwei spezielle Probleme: Zum einen bewirkt die Antikoagulation eine erhöhte Blutungsneigung, zum anderen ist das Absetzen dieser Substanzen mit einem erhöhten thrombembolischen Risiko verbunden. Da evidenzbasierte Empfehlungen aktuell nur für wenige klinische Situationen möglich sind, ist es empfehlenswert, sich anhand von Algorithmen und Checklisten individuell und interdisziplinär für das richtige Vorgehen bei jedem Patienten spezifisch zu entscheiden. In diesem Kapitel wird der perioperative Umgang mit Thrombozytenaggregationshemmern, oralen/neuen oder direkten oralen Antikoagulantien und Heparin sowie der perioperative Umgang mit Blutungen/Nachblutungen erläu tert.