Die durch Chemotherapie und andere antineoplastische induzierte Thrombozytopenie (CIT) ist eine häufige Komplikation der zytotoxischen Chemotherapie und vieler zielgerichteter Therapien und tritt bei etwa 15–25 % der Patienten auf, die Platin-, Taxan- und/oder Gemcitabin-basierte Therapien erhalten. Derzeit gibt es kein von der EMA zugelassenes Mittel zur Behandlung der CIT. Die Thrombozytentransfusion bietet nur eine vorübergehende, unzuverlässige Verbesserung, die oft nicht praktikabel oder kaum über einen längeren Zeitraum fortzusetzen ist. Daher sind Dosisreduzierungen bei der Chemotherapie und Behandlungsverzögerungen der derzeitige Standard bei der Behandlung von CIT, damit sich die Thrombozytenzahl auf die gewünschte Zahl für die anschließende antineoplastische Therapie erholen kann. Eine reduzierte relative Dosisintensität (RDI) der Therapie, die sich aus CIT-bedingten Behandlungsverzögerungen und Dosisreduktionen ergibt, kann das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben signifikant verkürzen. Umgekehrt kann die Behandlung oder Verhinderung einer CIT mit thrombopoetischen Mitteln die RDI aufrechterhalten und das Überleben verbessern, insbesondere bei heilbaren bösartigen Erkrankungen.

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Stimulation der Thrombozytopoese

  • Hartmut Link

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Die durch Chemotherapie und andere antineoplastische induzierte Thrombozytopenie (CIT) ist eine häufige Komplikation der zytotoxischen Chemotherapie und vieler zielgerichteter Therapien und tritt bei etwa 15–25 % der Patienten auf, die Platin-, Taxan- und/oder Gemcitabin-basierte Therapien erhalten. Derzeit gibt es kein von der EMA zugelassenes Mittel zur Behandlung der CIT. Die Thrombozytentransfusion bietet nur eine vorübergehende, unzuverlässige Verbesserung, die oft nicht praktikabel oder kaum über einen längeren Zeitraum fortzusetzen ist. Daher sind Dosisreduzierungen bei der Chemotherapie und Behandlungsverzögerungen der derzeitige Standard bei der Behandlung von CIT, damit sich die Thrombozytenzahl auf die gewünschte Zahl für die anschließende antineoplastische Therapie erholen kann. Eine reduzierte relative Dosisintensität (RDI) der Therapie, die sich aus CIT-bedingten Behandlungsverzögerungen und Dosisreduktionen ergibt, kann das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben signifikant verkürzen. Umgekehrt kann die Behandlung oder Verhinderung einer CIT mit thrombopoetischen Mitteln die RDI aufrechterhalten und das Überleben verbessern, insbesondere bei heilbaren bösartigen Erkrankungen.