Die peptidrezeptorvermittelte Radionuklidtherapie (PRRT) ist eine gezielte nuklearmedizinische Therapie für gut differenzierte, Somatostatinrezeptor (SSR)-exprimierende neuroendokrine Tumoren (NET). Sie basiert auf der Verabreichung von radioaktiv markierten Somatostatinanaloga, die selektiv an Tumorzellen binden und diese durch β−-Strahlung zerstören. Die NETTER-1- und NETTER-2-Studien belegen die Wirksamkeit von [177Lu]Lu-DOTATATE verglichen mit „kalten“ (nicht radioaktiven) Somatostatinanaloga, insbesondere zur Verlängerung des progressionsfreien Überlebens. Voraussetzungen sind vor allem eine ausreichende Nieren- und Knochenmarkfunktion und eine ausreichende SSR-Expression der Tumorherde. Die vier Zyklen der PRRT erfolgen aus Strahlenschutzgründen unter stationären Bedingungen. Nebenwirkungen umfassen vor allem Übelkeit, Hämatotoxizität und Nephrotoxizität.

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Peptidrezeptorvermittelte Radionuklidtherapie (PRRT) bei neuroendokrinen Tumoren (NET)

  • Tristan A. Ruhwedel,
  • Paul M. Dahlke,
  • Julian M. M. Rogasch

摘要

Die peptidrezeptorvermittelte Radionuklidtherapie (PRRT) ist eine gezielte nuklearmedizinische Therapie für gut differenzierte, Somatostatinrezeptor (SSR)-exprimierende neuroendokrine Tumoren (NET). Sie basiert auf der Verabreichung von radioaktiv markierten Somatostatinanaloga, die selektiv an Tumorzellen binden und diese durch β−-Strahlung zerstören. Die NETTER-1- und NETTER-2-Studien belegen die Wirksamkeit von [177Lu]Lu-DOTATATE verglichen mit „kalten“ (nicht radioaktiven) Somatostatinanaloga, insbesondere zur Verlängerung des progressionsfreien Überlebens. Voraussetzungen sind vor allem eine ausreichende Nieren- und Knochenmarkfunktion und eine ausreichende SSR-Expression der Tumorherde. Die vier Zyklen der PRRT erfolgen aus Strahlenschutzgründen unter stationären Bedingungen. Nebenwirkungen umfassen vor allem Übelkeit, Hämatotoxizität und Nephrotoxizität.