Problemaufriss
摘要
Kapitel 1 skizziert das Spannungsfeld um muslimische Schüler:innen, die ihren Wunsch nach Gebetsverrichtung zunehmend offen im schulischen Alltag artikulieren. Im Fokus stehen Fragen nach Religionsfreiheit, Schulfrieden und dem Umgang christlich-säkular geprägter Schulstrukturen mit religiöser Sichtbarkeit – und dies aus der Perspektive von betroffenen muslimischen Jugendlichen. Auf Basis qualitativer Forschung mit 47 Jugendlichen aus Hamburger Moscheegemeinden untersucht die Studie unterschiedliche Denk- und Handlungsweisen betenwollender Schüler:innen sowie deren Zugehörigkeitserleben innerhalb der Schule. Mithilfe figurations- und interaktionstheoretischer Ansätze entwickelt die Arbeit empirische und theoretische Typologien muslimischer Jugendlicher im Spannungsfeld von Religiosität, Anerkennung und Differenzkonstruktion. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zur Forschung über Religiosität im schulischen Kontext und eröffnen Perspektiven für einen diskriminierungssensiblen Umgang mit religiöser Praxis an Schulen.