Das Kapitel begründet den Mixed-Methods-Ansatz der Arbeit und kombiniert quantitative soziale Netzwerkanalyse mit qualitativer Inhaltsanalyse unter dem theoretischen Dach der Kritischen Diskursanalyse. Diskutiert werden zunächst methodische Spezifika digitaler Forschung wie Filterblasen, Echokammern, algorithmische Steuerung und unklare Grundgesamtheiten. Die diskursanalytische Perspektive nach Foucault, Margarete Jäger sowie Reisigl und Wodak liefert das Fundament, von dem aus heterodoxe Verschwörungsbehauptungen auf ihre Bewegung in den orthodoxen Wissensbestand hin analysiert werden können. Die soziale Netzwerkanalyse wird begrifflich entfaltet (Knoten, Kanten, Dichte, Modularität, Zentralitätsmaße) und auf Twitter und Telegram als spezifische Plattformlogiken angewandt. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring rundet die methodische Triangulation ab. Abschließend werden forschungsethische Aspekte der Datenerhebung im digitalen Raum diskutiert, insbesondere Anonymisierungsentscheidungen, der Verzicht auf informed consent bei öffentlichen Daten und die Verantwortung privilegierter Forscher_innen im Umgang mit diskriminierenden Diskursen.

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Forschungsansatz und Methodologie

  • Nora Feline Pösl

摘要

Das Kapitel begründet den Mixed-Methods-Ansatz der Arbeit und kombiniert quantitative soziale Netzwerkanalyse mit qualitativer Inhaltsanalyse unter dem theoretischen Dach der Kritischen Diskursanalyse. Diskutiert werden zunächst methodische Spezifika digitaler Forschung wie Filterblasen, Echokammern, algorithmische Steuerung und unklare Grundgesamtheiten. Die diskursanalytische Perspektive nach Foucault, Margarete Jäger sowie Reisigl und Wodak liefert das Fundament, von dem aus heterodoxe Verschwörungsbehauptungen auf ihre Bewegung in den orthodoxen Wissensbestand hin analysiert werden können. Die soziale Netzwerkanalyse wird begrifflich entfaltet (Knoten, Kanten, Dichte, Modularität, Zentralitätsmaße) und auf Twitter und Telegram als spezifische Plattformlogiken angewandt. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring rundet die methodische Triangulation ab. Abschließend werden forschungsethische Aspekte der Datenerhebung im digitalen Raum diskutiert, insbesondere Anonymisierungsentscheidungen, der Verzicht auf informed consent bei öffentlichen Daten und die Verantwortung privilegierter Forscher_innen im Umgang mit diskriminierenden Diskursen.