Aus dem Verständnis des Spiels als Methode ergibt sich unmittelbar die Notwendigkeit, sich mit der praktischen Anwendung des Spiels auseinanderzusetzen. Als grundlegendes Element im Lern- und Erkenntnisprozess stellt sich zwangsläufig die Frage nach der konkreten Umsetzung des Spiels in der Praxis. Insbesondere methodisches Handeln bleibt wirkungslos, wenn es nicht konkret in die „gelebte Praxis“ umgesetzt wird (Sutton-Smith 2009). Damit wird die Anwendung des Spiels nicht als methodische Vereinfachung betrachtet, sondern als konsequente Fortführung des methodischen Anspruchs des Spiels selbst. Gleichzeitig ist die Anwendung des Spiels nicht anspruchslos, da das Spiel als Methode nicht nur einfach „eingesetzt“ werden kann, sondern bewusst gestaltet, gerahmt und in bestehende Kontexte integriert werden muss. Dieser Anspruch steigt mit der Vielfalt der spielbasierten Ansätze und ihrer jeweiligen Anforderungen sowie Wirklogiken. Gleichzeitig erfordert die Anwendung des Spiels eine Ausbalancierung von Offenheit zur Struktur, da die individuellen Lern- und Erkenntnisprozesse der „Spielenden“ (Lernenden) weder vollumfänglich festgelegt noch vollkommen frei sein können (Winnicott und Rodman 2010).

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Anwendung des Spiels in der Praxis

  • Christine Freye,
  • Sanji Akseki

摘要

Aus dem Verständnis des Spiels als Methode ergibt sich unmittelbar die Notwendigkeit, sich mit der praktischen Anwendung des Spiels auseinanderzusetzen. Als grundlegendes Element im Lern- und Erkenntnisprozess stellt sich zwangsläufig die Frage nach der konkreten Umsetzung des Spiels in der Praxis. Insbesondere methodisches Handeln bleibt wirkungslos, wenn es nicht konkret in die „gelebte Praxis“ umgesetzt wird (Sutton-Smith 2009). Damit wird die Anwendung des Spiels nicht als methodische Vereinfachung betrachtet, sondern als konsequente Fortführung des methodischen Anspruchs des Spiels selbst. Gleichzeitig ist die Anwendung des Spiels nicht anspruchslos, da das Spiel als Methode nicht nur einfach „eingesetzt“ werden kann, sondern bewusst gestaltet, gerahmt und in bestehende Kontexte integriert werden muss. Dieser Anspruch steigt mit der Vielfalt der spielbasierten Ansätze und ihrer jeweiligen Anforderungen sowie Wirklogiken. Gleichzeitig erfordert die Anwendung des Spiels eine Ausbalancierung von Offenheit zur Struktur, da die individuellen Lern- und Erkenntnisprozesse der „Spielenden“ (Lernenden) weder vollumfänglich festgelegt noch vollkommen frei sein können (Winnicott und Rodman 2010).