Die Care-Krise und ihre Folgen
摘要
Das Kapitel fasst die Entstehung und den Stand der geschlechterspezifischen Arbeitsteilung zusammen, die heute in eine Krise geraten ist. Haushaltsbezogene Care-Arbeit und Einrichtungen der sozialen Reproduktion (Bildung, Gesundheit …) sind für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft zentral, haben jedoch keine gesellschaftspolitische Priorität. Care-Arbeit behindert die gesellschaftliche Teilhabe derjenigen, die sie in Familien und Privathaushalten leisten. Bis heute sind das vor allem Frauen. Auch der öffentliche und gewerbliche Care-Sektor leidet unter Ressourcen- und Personalmangel bzw. prekären Arbeitsbedingungen. Zur Lösung der Care-Krise werden unterschiedliche Strategien diskutiert. Im Zentrum steht die Etablierung nicht-marktförmiger (öffentlicher und selbstverwalteter) Care-Angebote, um Care für alle Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen und Care-Verhältnisse demokratisch auszugestalten. Diese Überlegungen liegen auch den im Folgekapitel vorgestellten Caring Cities zugrunde.