Landschaft unterliegt einem doppelten historischen Entstehungsprozess. Die gesellschaftslandschaftliche Genese wurde in Kap.  3 erörtert, im Folgenden sollen die Entwicklungen der physischen Grundlagen angeeigneter physischer Landschaften ins Zentrum der Betrachtung gerückt werden, schließlich sind sie – so Hans Freyer (1996, S. 72; Küster, 1999) – „mit Geschichte geladen, mit Geschichte getränkt, einige nur oberflächlich, wie wenn eine Flutwelle über sie hinweg geschlagen wäre, andere so eindringlich, dass es keinen Fleck gibt, der nicht von Menschenhand genützt, gebahnt, gestaltet wäre“. Die folgenden Ausführungen stellen schlaglichtartig wesentliche Aspekte der Entwicklung der physischen Grundlagen angeeigneter physischer Landschaften insbesondere in Europa dar. Der Fokus liegt darauf, wesentliche physisch-räumliche Einschreibungen sozialen Handelns und auch gesellschaftslandschaftlicher Soll-Vorstellungen zu charakterisieren, um so Charakteristika des menschlichen Umgangs mit physischem Raum als eine Grundlage angeeigneter physischer Landschaft darzustellen. Ausführlichere Arbeiten zur Genese physischer Grundlagen angeeigneter physischer Landschaft finden sich beispielsweise bei Küster (1999, 2009, 2012, 2019), Blackbourn (2007), Schreg und Schenk (2008), Schenk (2011, 2020), Hampicke (2013) und Poschlod (2017), mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft bei Haber (2014) wie auch Hampicke (2018) und in einer populäreren Perspektive auch bei Kremer (2015); ausführlicher als im Folgenden auch bei Kühne (2008a).

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Abriss der historischen Entwicklung der physischen Grundlagen angeeigneter physischer Landschaft

  • Olaf Kühne

摘要

Landschaft unterliegt einem doppelten historischen Entstehungsprozess. Die gesellschaftslandschaftliche Genese wurde in Kap.  3 erörtert, im Folgenden sollen die Entwicklungen der physischen Grundlagen angeeigneter physischer Landschaften ins Zentrum der Betrachtung gerückt werden, schließlich sind sie – so Hans Freyer (1996, S. 72; Küster, 1999) – „mit Geschichte geladen, mit Geschichte getränkt, einige nur oberflächlich, wie wenn eine Flutwelle über sie hinweg geschlagen wäre, andere so eindringlich, dass es keinen Fleck gibt, der nicht von Menschenhand genützt, gebahnt, gestaltet wäre“. Die folgenden Ausführungen stellen schlaglichtartig wesentliche Aspekte der Entwicklung der physischen Grundlagen angeeigneter physischer Landschaften insbesondere in Europa dar. Der Fokus liegt darauf, wesentliche physisch-räumliche Einschreibungen sozialen Handelns und auch gesellschaftslandschaftlicher Soll-Vorstellungen zu charakterisieren, um so Charakteristika des menschlichen Umgangs mit physischem Raum als eine Grundlage angeeigneter physischer Landschaft darzustellen. Ausführlichere Arbeiten zur Genese physischer Grundlagen angeeigneter physischer Landschaft finden sich beispielsweise bei Küster (1999, 2009, 2012, 2019), Blackbourn (2007), Schreg und Schenk (2008), Schenk (2011, 2020), Hampicke (2013) und Poschlod (2017), mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft bei Haber (2014) wie auch Hampicke (2018) und in einer populäreren Perspektive auch bei Kremer (2015); ausführlicher als im Folgenden auch bei Kühne (2008a).